Die Kückstraße soll aufgewertet werden

Von: Margret Nußbaum
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„Sorgenkind“ in Baesweiler: Die Kückstraße. Viele Wohnhäuser sind hier zu finden, aber auch viel Leerstand. Eine finanzielle Förderung soll bald helfen. Foto: Margret Nußbaum

Baesweiler. Immer mehr Billigläden, immer mehr Leerstand: Verkommt die Kückstraße zum Schmuddelviertel? Wer dies befürchtet, wird durch neue innovative Ideen und Anstrengungen von Seiten der Stadtplaner der Baesweiler Stadtverwaltung und des Wirtschaftsförderers und Geschäftsführers des „its“ Dirk Pfeifferling eines Besseren belehrt.

„Die Kückstraße hat wegen der vielen Wohnhäuser keine durchgehenden Schaufensterfronten. Sie soll allerdings als Eingangspforte in unsere Einkaufsstadt attraktiver gestaltet werden, etwa durch neue Anpflanzungen, attraktivere Beleuchtung und kleine Plätze mit Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen“, erklärt Bürgermeister Dr. Willi Linkens.

Integratives Handlungskonzept

Im Rahmen eines integrativen Handlungskonzepts von Bund und Land sind bereits Fördergelder geflossen und sollen auch weiter fließen. „Die mündliche Zusage liegt vor, die schriftliche soll Ende September folgen“, sagt Linkens. „Eine interessante Sache auch für Eigentümer, die den Bereich vor ihrem Ladenlokal attraktiver gestalten möchten. Denn die Hälfte der Kosten werden qua Fördermittel von Stadt und Land finanziert.“ Ein Teilaspekt des Gesamtpaketes ist das „City- und Geschäftsflächen-Management“.

Beteiligte an einen Tisch bringen

Dass ihm der Leerstand vor allem in der Kückstraße ein Dorn im Auge ist, daraus macht der Bürgermeister keinen Hehl: „Oft ist es so, dass der Eigentümer des Gebäudes nicht mit sich reden lässt. Da sind uns dann die Hände gebunden. Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es deshalb, potenzielle Händler und die Eigentümer der entsprechenden Objekte an einen Tisch zu bringen, um letzten Endes gute Ergebnisse in Sachen Beseitigung des Leerstandes zu erzielen.“

Einen Lichtblick scheint es nun zu geben. Auf Anfrage unserer Zeitung teilte Muhammet Kirsolak, ein Baesweiler Unternehmer und Inhaber des schon lange leerstehenden ehemaligen Lidl-Marktes in der Kückstraße mit, dass er dort Mitte Oktober einen Drogeriemarkt unter Leitung seiner Ehefrau Tugba eröffnen wird. „Wir werden Pflege- und Reinigungsprodukte sowie verpackte Lebensmittel und Getränke anbieten“, sagte er. Ein besonderes Highlight sei eine im Laden integrierte Cafeteria. „Hier können unsere Kunden in Ruhe eine Tasse Kaffee trinken und ein Stück Kuchen essen“, so Muhammet Kirsolak.

Über einen Kilometer lang

„Die Einkaufsmeile der Baesweiler Innenstadt vom Reyplatz bis zur Schaaf ist über einen Kilometer lang“, sagt Dirk Pfeifferling. „Diese mit attraktiven Einzelhandels-, Ladenhandwerks- beziehungsweise Dienstleistungsnutzungen zu bestücken, ist eine der Herausforderungen, denen wir uns künftig stellen müssen.“ Sich dafür einzusetzen, lohne sich.

Dieser Bereich funktioniere wie ein Scharnier zwischen dem Reyplatz, der durch die Außengastronomie vor allem im Sommer sehr belebt sei, und dem Einzelhandelsschwerpunkt in der Kirchstraße. „Vorstellbar ist etwa ein Konzeptladen in einem der leerstehenden Ladenlokale, zum Beispiel im früheren Schreibwarenladen Joswig“, erklärt Dirk Pfeifferling. „Hier könnten Regalflächen an Einzelhändler oder Kunsthandwerker vermietet werden, die ihre Produkte dort als Ergänzung zum Innenstadtsortiment präsentieren möchten.“

Quartiersbüro

Denkbar sei darüber hinaus eine Nutzung als Ausstellungsflächen für Künstler, Vereine und Veranstaltungen und zusätzlich ein Quartiersbüro. Hier könnten dann beispielsweise Existenzgründungs- oder auch Unternehmensberatungssprechstunden speziell für den Einzelhandel angeboten werden.

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