Die „Krimi-Jazzer“ sorgen für Spannung

Von: Yannick Longerich
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Die „Krimi-Jazzer“ – bestehend aus dem „Bühnenhörspieler“ Wolfgang Rosen und der vierköpfigen Jazz-Combo „Just4Fun“ – bietet in der ganz speziellen Atmosphäre des Schaffrath-Hauses spannende Krimis und schwungvollen Jazz. Foto: Yannick Longerich

Alsdorf. Wer das Schaffrath-Haus als Hort der malerischen und gestalterischen Kunst bislang noch nicht erleben konnte, der musste sich an diesem Abend die Frage stellen, ob das verwinkelte Atelier nicht schon seit eh und für die Beherbergung einer Kleinkunstbühne gemacht ist.

Dicht drängten sich die Besucher in geheimnisvoller Atmosphäre und lauschten gebannt der Combo aus fünf verschworenen Herren, die sich vorgenommen hatten, Jazz und intensives Hörspiel miteinander zu vermählen. Es sollte ihnen famos gelingen.

Wolfgang Rosen, der „Bühnenhörspieler“ mit der vielseitigen Stimme, las kurzweilige Krimi-Passagen und hauchte den einzelnen Figuren mit Finesse Leben ein. Klangkombinationen – vom Pistolenschuss bis hin zu Omas altehrwürdiger Standuhr – untermalte das tolle Hörspielerlebnis. Für die musikalischen Leckerbissen sorgte die Band „Just4Fun“ mit Klaus Förster und Walter Zander (beide Gitarre), Gerd Palmen (Bass) und Ludwig Breuer (Schlagzeug), die die Geschichten begleiteten und musikalisch ausschmückten.

Die vier pensionierten Lehrer spielten und sangen mit ihrer Band zwischen den einzelnen Kurzgeschichten schwungvolle Überleitungen und zelebrierten mit viel Humor und Raffinesse die unmittelbare Nähe zum Publikum. Von Beginn an war der Gast nicht nur Zuhörer, sondern Teil der Krimi-Handlungen. Finstere Schurken, schlaue Detektive, schräge Typen und ulkige Gestalten aus allen Lebenslagen wanderten nun vielmehr quer durch das kunstvolle Atelier, als dass sie ausschließlich auf der Bühne dargestellt wurden.

Die spezielle Akustik unterstrich das zunächst ungewöhnlich anmutende Potpourri aus Lesung und Club-Jazz. Verträumte Momente wechselten sich mit einer ordentlichen Portion Schauer ab, die den Rücken hinunter kroch.

Ulla Schaffrath-Busch, Tochter des verstorbenen Künstlers Ludwig Schaffrath, und Renate Rinkens, Eigentümerin der Räumlichkeiten, waren als Organisatorinnen des Abends stets bemüht um eine gemütliche und der kunstvollen Präsenz angemessene Stimmung bei den Gästen. Die Snacks in den Pausen waren mit Liebe der Krimi-Thematik angepasst und fanden als „blutige Häppchen“ großen Anklang.

Bei angeregten Gesprächen rund um den Verein, der das Erbe von Ludwig Schaffrath als Museum erhält, klang der Abend erst lange nach dem eigentlichen Ende der Vorstellung aus. Und wenn das einzige Problem der Gastgeberinnen am Ende des Abends darin besteht, dass mehr Gäste als Stühle im gemütlichen Atelier verweilten, dann kann das Fazit nur in eine Richtung ausfallen.

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