Die Kosten für die Hilfen zur Erziehung steigen rasant an

Von: mabie
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Ein gesteigertes Interesse an der Tagespflege bedeutet in der Stadt Herzogenrath auch mehr Ausgaben: So stiegen die Kosten alleine für diese Art der Betreuungsangebote um gut 52000 Euro. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Um knapp die Kosten eines Monats stiegen die Ausgaben der Rodastadt im Bereich der Hilfen zur Erziehung im vergangenen Jahr. Die Zahlen von 2011 zu Grunde gelegt, sind in diesem Bereich im Jahr 2012 Mehrausgaben von 37.6723,88 Euro zu verzeichnen. Damit könnte fast ein ganzer Monat dieses Kostenfaktors im städtischen Haushalt bedient werden.

Neben der Vorstellung des Jahresergebnisses im Jugendhilfeausschuss, wurde auch im Einzelnen über die Gründe für die rasant steigenden Kosten berichtet. Alleine die vermehrte Inanspruchnahme von Betreuungsangeboten in der Tagespflege macht schon ein Kostenplus von gut 52.000 Euro aus.

Ein weiterer großer Batzen Geld wird im Bereich der Offenen Ganztagsschulen fällig. Weil nun flächendeckend in allen Grundschulen und in der Förderschule diese Form der „OGS Plus“ angeboten wird, stiegen die Fallzahlen im Monatsdurchschnitt auf das Anderthalbfache und die Kosten schnellten um knapp 59.000 Euro hoch. Allerdings sieht die Stadtverwaltung hier ein bewährtes Angebot, das helfe, „spätere teure Folgekosten zu reduzieren“.

Mehr straffällig gewordene Jugendliche und teurere Erziehungsbeistände sorgten für gut 25.000 Euro mehr an Ausgaben. Und auch die sozialpädagogische Familienhilfe verlangte Kostensteigerungen von mehr als 35 000 Euro. „Hier ist wieder ein erhöhter Bedarf erkennbar, was den Trend der letzten Jahre wiedergibt“, schließt die Verwaltung.

Die Unterbringung von drei Kindern und Jugendlichen mehr in Pflegefamilien im Vergleich zum Jahr 2011, verursachte Mehrkosten von mehr als 43.000 Euro. Aber auch die Heimerziehung in Regelgruppen kostete das Stadtsäckel 44.000 Euro, in der Intensivbetreuung auch 31.000 Euro mehr. Dabei werden sich Preissteigerungen bei den Tagessätzen von bis zu sieben Prozent wahrscheinlich erst in diesem Jahr auswirken.

Schulbegleitung für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche wird immer mehr nachgefragt. „Die Tatsache, dass immer mehr Kinder mit Förderbedarf aus den Förderschulen in die Regelschulen wechseln, wird künftig vermehrt dazu führen, dass Schulen sich überfordert sehen“, schließt die Sitzungsvorlage. So stieg mit der Zahl der Fälle auch die Belastung für den Haushalt um mehr als 34.000 Euro.

Dazu weiß die Verwaltung, dass immer mehr Kinder an ihren Schulen gefördert werden: „Diese Förderung ist allerdings in vielen Fällen nicht ausreichend.“

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