Die kleinen Teilnehmer des Sprachcamps hatten viel Spaß beim Lernen

Von: Yannick Longerich
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Mit einem Strahlen in die Welt hinaus: Die kleinen Teilnehmer des Sprachcamps erlebten neben spielerischem Deutschunterricht auch spannende Ausflüge und ein intensives Gemeinschaftsgefühl. Foto: Yannick Longerich

Herzogenrath. Ein wenig konnte man schon die Übersicht verlieren. Besuchte man dieser Tage das Naturfreundehaus in Merkstein, wurde man schier überrollt von einer Welle an Spaß, Ausgelassenheit und purer Lebensfreude.

Der Ortsverband der Sozialistischen Jugend Deutschlands (SJD) „Die Falken“ begrüßte während seines Sommersprachcamps wieder über 20 Kinder mit Migrationshintergrund im Grundschulalter. Spracherwerb und Gemeinschaftsbildung standen hierbei gleichermaßen an erster Stelle.

Das Konzept von Organisatorin Beate Kuhn traf einmal mehr ins Schwarze. Die studierte Deutschlehrerin gestaltete zusammen mit ihren erfahrenen Betreuerinnen einen Tagesablauf, der sowohl einen beachtlichen Lernerfolg generierte, als auch in Sachen Spiel und Spaß einen unvergesslichen Sommer in die Gedächtnisse zauberte. Unterteilt in vier Kleingruppen nahmen die Teilnehmer vormittags abwechselnd am Deutschunterricht, Kreativ-Programm und Theaterworkshop teil.

Als Lektüre wurde das Kinderbuch Rosie und Moussa von Judith Vanistendael und Michael De Cock ausgewählt. Während der jeweilige Betreuer zunächst den Text vorlas, bereiteten sich die Kinder vor und schlüpften wenig später in die verschiedenen Rollen. Abwechselnd las jeder seine eigene Rolle. „Sprache lässt sich sehr gut über das Lesen vermitteln. Durch die Rollenverteilung und den stetigen Wechsel der Figuren wird außerdem die Fantasie angeregt“, erläuterte Kuhn.

Den kleinen „Leseratten“ freilich merkte man den großen Spaß sofort an. Auch über kleine Fortschritte einzelner wurde sich gemeinsam gefreut. Vieles aus der Welt von Rosie und Moussa wurde auch gleich im nächsten Theater-Workshop reproduziert, wobei Theaterpädagogin Jessice Höhn bewusst den Kindern freie Hand ließ. Das passende Outfit konnte dann auch gleich in der Bastelstunde entworfen werden. Ob Freundschaftsbändchen, Bilderrahmen oder Hut – an tollen Andenken mangelte es am Ende der Campzeit nicht.

Hilfe untereinander und eine starke Gemeinschaft – das war das Ziel von Kuhn und ihren Falken. Kinder aus dem Irak, Syrien, China fanden in Merkstein einen Hort der Freundschaft. Jiayi und Aynaz lernten sich erst zu Beginn des Camps kennen und sind seitdem die dicksten Freunde. Bei den nachmittäglichen Ausflügen unter anderen zur Burg Rode oder in die Stadtbücherei lernten nicht nur die beiden ein weiteres kleines Stück der großen weiten Welt kennen.

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