Die Kita der Elterninitiative Kids zieht um

Von: Katrin Fuhrmann
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Hat bald ein neues Zuhause: Die Kindertagesstätte der Elterninitiative Kids an der Afdener Straße in Herzogenrath zieht im kommenden Jahr in das Gemeindehaus der Evangelischen Kirche an der Geilenkirchener Straße. Foto: Katrin Fuhrmann

Herzogenrath. Die Kindertageseinrichtung der Elterninitiative Kids zieht um. Die Rahmenbedingungen wurden jetzt im jüngsten Jugendhilfeausschuss diskutiert. Fest steht, dass der Kita-Träger seinen Standort von der Afdener Straße an die Geilenkirchener Straße verlegt.

Hintergrund ist ein Angebot der evangelischen Kirchengemeinde Herzogenrath, das bisherige Gemeindehaus an der Geilenkirchener Straße 41 für eine Kindertageseinrichtung zur Verfügung zu stellen. Die Verwaltung prüfte das Gebäude und segnete es für eine zweigruppige Kita als ausreichend dimensioniert ab.

Vorgesehen ist, dass das Haus bis Ende diese Jahres geräumt und der Umbau zur Kita bis Juni 2018 abgeschlossen ist, so dass die Kita während ihrer Sommer-Schließzeit umziehen kann. Dann könnte zum Kindergartenjahr 2018/2019 der Betrieb wieder aufgenommen werden.

Die Leiterin der Kindertagesstätte, Sonja Stiebert, freut sich auf den Umzug, ist er doch längst überfällig. „Das Mobiliar ist mehr als 20 Jahre alt. Das Gebäude und der Spielplatz sind in die Jahre gekommen. Eine neue, moderne Kita zu bekommen, ist toll“, sagt sie. Allerdings gebe es noch ein paar Unklarheiten in der Ausstattung der neuen Räume. Eigentlich müssten neue Möbel her. Die alten erfüllen zwar noch ihren Zweck, knarren und quietschen aber bei jeder Bewegung.

„Das Problem ist, dass wir derzeit keine finanziellen Möglichkeiten haben, etwas Neues anzuschaffen“, sagt Stiebert. Und das gilt nicht nur für die Innenausstattung. Zum jetzigen Zeitpunkt könnte es auch sein, dass die neue Kita keinen Spielplatz erhält. Denn: Der alte an der Afdener Straße ist ebenso in die Jahre gekommen. Einige Spielgeräte sind schon morsch. Vor kurzem wurden Holztreppen der Rutsche erneuert.

Ein Umzug würde das Klettergerüst laut Gutachten aber nicht überleben. Stiebert bedauert das zutiefst. Zu einem Kindergarten gehöre schließlich auch ein Spielplatz, aber als Elterninitiative hätte man es eben auch nicht leicht, Gelder zu bekommen. Derzeit bemühe man sich um Spenden und andere finanzielle Unterstützung.

Die Kindertagesstätte zählt 40 Kinder und acht Erzieherinnen. Das Thema Inklusion wird in der Kita der Elterninitiative groß geschrieben. Die räumliche Situation an der Afdener Straße macht die Arbeit zurzeit aber schwer. „Wir müssen mit den Kindern zur Logopädie oder Ergotheraphie zu Fuß gehen. Das ist oft etwas umständlich.“ Die neue Kindertagesstätte bietet mehr Platz. So ist laut Stiebert auch geplant, einen Raum für Gespräche und 1:1-Betreuung zu schaffen. „Dann könnten die Logopäden auch zu uns kommen“, sagt Stiebert.

Laut Jugendamtsleiter Bernd Krott muss man sich noch Gedanken zu der verkehrlichen Situation am neuen Standort machen. Es könnte Schwierigkeiten beim Abbiegen von der Geilenkirchener Straße, die vor allem morgens stark frequentiert wird, zur Kita geben. Das befürchten zumindest einige Eltern, die unterhalb der Geilenkirchener Straße wohnen.

Stiebert: „Parkplätze und eine Wendemöglichkeit wären wünschenswert“.

Geplant ist laut Krott auch die Schaffung einer Elternhaltestelle. Die Sorge einiger Eltern, die Kinder könnten jetzt nicht mehr in den Wald gehen, weil der Weg zu umständlich sei, kann Stiebert entkräften. Auch vom neuen Standort aus könnten Spaziergänge stattfinden.

Weitere Gruppe denkbar

Walther Mathieu (Die Grünen) bedauert, dass keine zusätzlichen Kita-Plätze geschaffen werden. Laut Krott ist die neue Einrichtung zwar geräumiger, bietet aber zum jetzigen Zeitpunkt nur für zwei Gruppen Platz. Die Option einer dritten Gruppe in den kommenden Jahren gebe es aber – beispielsweise könnte ein Anbau auf der freien Fläche hinter dem Gemeindehaus installiert werden.

Im April hatte der Kita-Träger selbst gegenüber der Verwaltung Interesse bekundet, bei entsprechender Bedarfslage die vorhandene Kita um eine dritte Gruppe zu erweitern. Das Einzugsgebiet der Kita ändert sich nur gering. Für einige Eltern ist der Weg zur Kita, laut Krott, sogar kürzer.

Ein kleines Problem gibt es allerdings noch: Der Mietvertrag zwischen Stadt und Eigentümerin an der Afdener Straße hat noch eine Laufzeit bis Ende Juli 2021. Die Verwaltung ist sich aber sicher, dass der Vertrag vorläufig aufgelöst werden kann. Ist das entgegen der Erwartung nicht der Fall, würde die Verwaltung über eine alternative Nutzung bis zum Ende der Laufzeit nachdenken.

Die Fraktionen begrüßten besonders, dass durch den Umzug, die langfristige Sicherung der Kita-Plätze gegeben ist. Im jetzigen Gebäude an der Afdener Straße war das nicht möglich.

Mit dem Umzug dieser Kindertageseinrichtung kann der Erhalt von zwölf U-3 Gruppen und 28 Ü-3 Plätzen im Stadtteil Herzogenrath-Mitte langfristig gewährleistet werden.

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