Die Kirmessaison erlebt einen Auftakt nach Maß

Von: ehg
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Die Euchener Spielspitze macht den Anfang: Maikönigin Lea Offergeld, Maikönig Nico Jansen, Maimagd Sabrina Grevenstein und Maiknecht Jan Offergeld. Auch die Pritschenkinder werden mit viel Beifall belohnt. Foto: Wolfgang Sevenich
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Die Euchener Spielspitze macht den Anfang: Maikönigin Lea Offergeld, Maikönig Nico Jansen, Maimagd Sabrina Grevenstein und Maiknecht Jan Offergeld. Auch die Pritschenkinder werden mit viel Beifall belohnt. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Die Euchener Spells-leute dürfen sich freuen: So waren ihre Kirmestage ein Auftakt der Saison 2015 nach Maß. Vier Tage am Stück war nicht nur das „Dorf“ auf den Beinen. Es waren auch viele auswärtige Besucher, die unter dem schützenden Zeltdach mit ihnen ausgelassen feierten oder beim großen Festzug Spalier bildeten.

Durch seine Bilder und Anekdoten vergangener Kirmesfeste bereicherte der Heimat- und Geschichtsverein erstmalig den Familiennachmittag.

Noch nie so viele Besucher

Noch nie seien, so der Ehrenvorsitzende der Interessengemeinschaft Euchener Hauptkirmes, Josef Aretz, so viele, nicht nur junge Besucher bei einer Thekeneröffnung im Euchener Festzelt gezählt worden. Die Coverband „Ilex“ sorgte dafür, dass das Stimmungsbarometer von der ersten bis zur letzten Minute weit ausschlug.

Noch eine „Schippe“ drauf gelegt wurde auf dem großen Kirmesball. „Der Bedienung stand der Schweiß auf der Stirn“, weiß Josef Aretz zu berichten. „Der Gerstensaft floss in Strömen.“ Und die Coverband „Comeback“ zog alle nur denkbaren musikalischen Register, so dass auch die fortgeschritteneren Semester voll auf ihre Kosten kamen. Bis weit über Mitternacht hinaus.

Da schellte der Wecker am nächsten Morgen, als der Besuch eines von Gemeinreferent Thomas Krieger gestalteten Gottesdienstes angesagt war, viel zu früh. Unter den Klängen der Herzogenrather Blaskapelle Straß wurde anschließend im Gedenken an die Verstorbenen des Spiels ein Kranz am Ehrenmal auf dem Friedhof niedergelegt.

Traditionelle Kirmesmusik intonierte die Band beim zünftigen Frühschoppen. Noch flottere Fahrt nahm er auf, als die fünfköpfige Band „TAG“ mit heißen Rhythmen aufwartete. Sie zog die Besucher derart in den Bann, dass sie nur schweren Herzens den Weg nach Hause fanden. Die letzten verließen das Zelt kurz bevor sich der große Festzug mit fünf Gastjungenspielen fünf Minuten nach Glockenschlag in Bewegung setzte.

Mit erhobener Pritsche und mit dem Strohhut winkend machte Pritschenmeister Marius Jansen den Weg frei. Gefolgt von jungen Mädchen auf rot-weiß geschmückten Cityrollern , ein erster von vielen weiteren Farbtupfern.

Acht Fahnenschwenker aus Linden-Neusen/Dobach St. Jobs stellten ihre Künste unter Beweis. 14 Pärchen warben mit Charme für deren Kirmes im Doppelort. Reichlich Applaus ernteten die Radschlägerinnen und -schläger des Bardenberger Jungenspiels. Synchron – das ist ihr Markenzeichen – ließen dessen Fahnenschwenker ihre Tücher durch die Lüfte wandern.

Immer wieder Applaus

Die Maijungen lagen den Bräuten nicht nur bei diesem Spiel zu Füßen. Weil es an „Herren der Schöpfung“ mangelte, hakten sich zwei Maimädchen bei einem Jungen unter. Welch eine Ehre! Was nicht nur beim Jungenspiel Nassau Vorweiden der Fall war. Die blau-weißen Fahnenschwenker durften nicht fehlen, eine neue Generation. Stark vertreten war Markt-Preck, sehen lassen konnte sich auch Bissen. Sie rührten kräftig die Werbetrommel für ihre Veranstaltungen an den Tagen der Großkirmes auf den Zelten am dem unteren Morlaixplatz und auf dem Lindenplatz.

Alle Spiele eroberten die Herzen der Schaulustigen am Straßenrand im Sturm. Immer wieder brandete Szenenapplaus auf. Mit 16 Fahnenschwenkern marschierte das Euchener Jungenspiel auf. Trotz des böigen Windes schossen sie ihre Tücher weit in den Himmel hinein.

Und fingen sie anschließend mit sicherer Hand wieder auf. Musikalisch rollten das Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ und die Straßer Kapelle den Teppich für die 27 liebreizenden Pärchen aus, allen voran für das Königspaar, Lea Offergeld und Nico Jansen. Sie alle genossen das Bad in der Menge in vollen Zügen. Stürme der Begeisterung schlugen ihnen vom Straßenrand entgegen.

Nebenbei schlugen die Herzen von Südtirol-Freunden höher, als zwei Kapellen nacheinander die heimliche Nationalhymne „Dem Land Tirol die Treue“ anstimmten. Überhaupt war der Festzug, mit reichlich guter Musik ausgestattet, eine optisch und akustisch rundum gelungene Performance.

Am Abend nahm die Spielspitze die Ehrengabe der Stadt aus den Händen von Bürgermeister Arno Nelles, der in seinem Heimatquartier besonders freudig seines Amtes waltete, und dem Vorsitzenden der AG Würselener Jungenspiele, Hans Maaßen, entgegen.

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