Würselen - Die Kirche St. Pius X. ist jetzt eine Baustelle

Die Kirche St. Pius X. ist jetzt eine Baustelle

Von: ehg
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Die Kirch St. Pius X. ist nun eine Baustelle: Nach jahrelanger Planung haben nun die guten freiwilligen Geister angefangen, möglichst viel in Eigenarbeit zu machen. Am Ende soll der Kirchenraum lichter, freundlicher und besinnlicher sein. Foto: ehg

Würselen. Den vorerst letzten Gottesdienst, feierlich mitgestaltet von den Sternsingern und vom Kinderchor unter der Leitung von Helga Thoma-Eißler, feierte die Gemeinde St. Pius X. in der Kirche an der Ahornstraße.

Am Ende wurde der Tisch abgedeckt und das Ewige Licht in das Pfarrheim überführt, wo voraussichtlich bis September Gottesdienst gefeiert werden wird.

Bis dahin sollen die Sanierungsarbeiten und die gleichzeitige Neugestaltung des Kirchenraumes abgeschlossen sein. Sie sind erforderlich geworden, weil der Zahn der Zeit mächtig an dem rund 50 Jahre alten Bauwerk genagt hat und die Gestaltung des Innenraumes nicht mehr den religiösen Bedürfnissen der Gemeinde entspricht.

Seit acht Jahren hat sich der Kirchenvorstand mit dem jetzt in Angriff genommenen Vorhaben beschäftigt und dafür so manche Mark und manchen Euro auf die hohe Kante gelegt.

Jetzt wurde die Kirche gänzlich ausgeräumt. Freiwillige Bautrupps aus den Pfarren St. Pius X. und St. Sebastian legten Hand an. Die Kirchenbänke, die künftig an der Ahornstraße nicht mehr gebraucht werden, wurden auf Maß für die Pfarrkirche St. Sebastian geschnitten.

Dort werden sie Sitzgelegenheiten anstelle von Bänken bieten, die vom Holzwurm so heimgesucht worden sind, dass sie ausrangiert werden müssen.

Unter Anleitung eines Fachmannes wurde in der Pius-Kirche die Klais-Orgel eingepackt. Später wird sie ihren angestammten Platz auf der Orgelbühne räumen und im neu gestalteten Kirchenraum zu ebener Erde einen neuen Standort erhalten.

Inzwischen sind zwei 7,5 Tonnen große Container an der Ahornstraße angerollt und die „Männer vom Bau” haben begonnen, mit Presslufthämmern dem Fußboden zu Leibe zu rücken. Der Belag wird rausgenommen und, bevor er neu verlegt wird, in die Waage gebracht.

Um den Kirchenraum atmosphärisch „aufzupolieren”, wird er optisch verkleinert. Dazu wird das Hochchor durch zwei Wandscheiben bis zur Ecke abgetrennt.

Auch werden in ihm die Altarstufen weggenommen, so dass eine größere ebene Fläche entstehen wird. Dort sollen künftig meditative Gottesdienste gehalten oder auch kleinere Konzerte veranstaltet werden.

In den verbleibenden Kirchenraum wird ein mit einer Stahlschiene gefasster großer Kreis „geschlagen”, der einen Belag aus Hartholz erhalten wird. Auf der Nordseite wird der Altar mit Kreuz seinen neuen Standort erhalten und dem Kirchenraum eine neue Ausrichtung gegeben.

Darüber wird das Dach geöffnet, so dass durch eine Glaskuppel Tageslicht die geistig-religiöse Mitte des Raumes in Szene setzt. Die Taufkapelle wird durch eine Holzwand vom übrigen Kirchenraum abgeschirmt.

Zudem wird der so gestaltete Kirchenraum einen neuen Anstrich erhalten. 192 Stühle, die nach den jeweiligen Bedürfnissen zum Altar oder zum meditativen Raum ausgerichtet werden können, werden den Besuchern der Gottesdienste und Veranstaltungen Platz bieten.

Die Kosten für die Sanierung und Neugestaltung beziffert GdG-Verwaltungsmitarbeiter Hubert Wickerath auf 360.000 Euro. Davon werden vom Bistum 83.000 Euro aus Kirchensteuermitteln zur Verfügung gestellt.

Runde 200.000 Euro hat die Kirchengemeinde zur Abdeckung des Eigenanteils bereits angespart. Um die Finanzierungslücke, die über ein Darlehen geschlossen werden muss, möglichst gering zu halten, werden aktive Laien der Pfarre bei „Hand- und Spanndiensten” kräftig mit anpacken.

Die Pläne für die baulichen Vorhaben entwarf Architekt Elmar Paul Sommer aus Monschau in Abstimmung mit dem Generalvikariat. Er wird auch für die Ausführung der Maßnahmen verantwortlich zeichnen.
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