Die Kirche St. Pius X. erstrahlt jetzt in neuem Glanz

Von: ehg
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Altar geweiht: Weihbischof Dr. Johannes Bündgens (M.) feierte den festlichen Gottesdienst zur Wiedereröffnung von St. Pius X. mit Pfarrer Heinz-Josef Lambertz (r.) und Diakon Michael Lang. Foto: W. Sevenich

Würselen. War das eine eindrucksvolle Feier, nicht nur für die Gemeinde St. Pius X! Nach nur sieben Monaten hielt sie mit Weihbischof Dr. Johannes Bündgens wieder Einzug in ihr fast 50 Jahre altes, von Grund auf saniertes und zeitgemäß umgestaltetes Gotteshaus.

Dem Leiter der GdG Würselen, Heinz-Josef Lambertz, stand die Freude, dass die feierliche Konsekration des aus einem mehrere Tonnen schweren Findlings gestalteten Altars auch über die Pfarrgrenzen hinaus ein lebhaftes Echo fand, ins Gesicht geschrieben. Zu einem „wunderschönen Morgen in einer wunderschönen Kirche” begrüßte er auch viele Gläubige aus den katholischen Nachbargemeinden, aber auch aus der evangelischen Kirchengemeinde sowie den Iman der benachbarten türkischen Kulturgemeinde. Sie alle - viele mussten sich mit einem Stehplatz begnügen - hatten sich versammelt zu einem nicht alltäglichen Fest des Glaubens.

Viele Besucher erkannten den Kirchenraum nicht mehr wieder. Dass er nach der Neugestaltung erfüllt werden möge vom Geist Gottes und vom Leben der Gemeinde, wünschte sich der Bischof.

Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst vom Kinder- und Jugendmusikkreis der Pfarre unter der Leitung von Helga Eißler-Thoma. Zunächst segnete Bischof Dr. Bündgens am Taufbrunnen das Wasser, mit dem er späterhin den Ambo, ein Teil des Findlings, vom dem erstmalig das Wort Gottes verkündigt wurde, und den Altarstein weihte.

In seiner Predigt griff der Bischof die Worte „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, wird Leben in Ewigkeit” auf. „Alles, was Gottes reiche Küche bieten kann, ist am Altar bereitet”, lud er zur Feier der Eucharistie über den Festtag hinaus ein. Umgekehrt: „Alles, was wir zum Altar tragen, wird von Gott akzeptiert.”

Denn: „Über dem Altar ist der Himmel offen.” Dr. Bündgens ermunterte die Gemeinde: „Bezeugt Euer Christsein da, wo Gott Euch hingestellt hat.” Am Rande attestierte er ihr, einen gelungen Altarstein gefunden zu haben. Er finde es gut, wenn christliche Kunst neue Weg gehe. Nachdem er den naturbelassenen Stein mit Wasser gesegnete hatte, „salbte” er ihn mit Chrisam. Dazu hatte er das kostbare Obergewand abgelegt und sich eine weiße Schürze umgebunden.

Schließlich entzündete er zu seiner Konsekration noch Weihrauch-Stäbchen, deren Duft den ganzen Kirchenraum erfüllten. Unterdessen stimmte der Chor „Komm, Heiliger Geist, der Leben schafft, erfülle uns mit deiner Kraft” an. Auf dem so geweihten Altartisch zelebrierte der Bischof den ersten Dankgottesdienst, assistiert vom Diakon Michael Lang. Am Ende des Festgottesdienstes dankte Pfarrer Heinz-Josef Lambertz allen, die ideell oder materiell ihren Beitrag dazu geleistet hatten, dass er an diesem Tag nach sieben Jahren Überlegungen in den kirchlichen Gremien, zwei Jahren Planung und sieben Monaten Arbeit gefeiert werden konnte. So ganz nebenbei erinnerte er daran, dass noch einige Rechnungen beglichen werden müssten.

Für Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand der Pfarre konstatierte Hans-Günter Leuchter: „Wir haben gut gewirtschaftet und gut gearbeitet.” Immerhin sei man unter der veranschlagten Summe geblieben und habe den Termine eingehalten. „Ich habe mich in den vergangenen zweieinhalb Jahren bei Ihnen wohl gefühlt”, meldete sich Architekt Elmar Paul Sommer (Monschau) zu Wort. Er machte der Gemeinde ein Kreuz aus der Kunstschmiede-Werkstatt von Hans-Leo Simons für die Sakristei zum Geschenk. Anschließend durfte auf das gelungene Werk im nahen Pfarrheim angestoßen werden. Dort waren die einzelnen Schritte der Renovierung und Umgestaltung in Bildern dokumentiert, die Hans-Günter Leuchter erläuterte.
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