Die KG „Au Ülle“ gibt vier Stunden lang richtig Gas

Von: ehg
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Tolle Stimmung bei der Kostümsitzung der KG Au Ülle: Präsident Achim Mallmann hat auch mit dem Herrenballett die Bühne gestürmt. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Von Füllern keine Spur – vielmehr jagte in der hochkarätigen Kostümsitzung der KG „Au Ülle“ im ausverkauften düvelstädtischen „Gürzenich“ ein Knüller den anderen. Präsident Achim Mallmann zog souverän die Strippen auf der Bühne zog, während hinter den Kulissen sein Vize Winfried Hahn seines Amtes waltete.

Das gut aufgelegte närrische Publikum überschlug sich vor Begeisterung. Bereits das erste „Wöschele Alaaf“, das auf das Geburtstagskind – der Senat wurde 50 Lenze jung – ausgerufen wurde, zündete.

Maßgeblich trug die Kapelle „Loss Jonn“, die jede Pointe mit dem passenden Ton zu kommentieren wusste, dazu bei. Nach vier Stunden karnevalistischer Power hieß es nach Mitternacht erst einmal: durchatmen.

Blödsinn vom Feinsten

Als Eisbrecher servierte die 21-köpfige Jugendgarde musikalisch-tänzerisch in einem Showtanz lauter süße Sachen und erntete dafür rauschenden Beifall. Präsident Mallmann durfte stolz auf seinen tanzenden Nachwuchs sein. Die Kölsche Weihnacht, die „Die zwei Schlawiner“ (Werner Beyer und Walter Schweder) zelebrierten, war Blödsinn im Quadrat vom Feinsten.

Weiter heizte die „Mafia del Musica“ aus Kohlscheid mit einem Medley „Oecher Leddchere“ und einem bunten Reigen Kölner Karnevalshits die zu diesem Zeitpunkt schon ausgelassene Stimmung weiter an, um am Ende noch an der heißen Copacabana zu landen.

Da ging die Post so richtig ab. Die 16-köpfige verjüngte Tanzgarde begeisterte im violett-weißen Outfit nicht nur mit ihrem Gardetanz, erst recht durch ihre flotte „Mumienshow“. Da ging nicht nur dem Präsidenten, sondern auch noch so manchem anderen Herren der Schöpfung im Saal das Herz auf. Tosender Beifall war der Lohn für harte Trainingsarbeit im Laufe eines Jahres.

Rakete für Starstimmen

Mit Liebreiz wirbelte Mariechen Larissa (Kever) über die Bühne und stellte eindrucksvoll seine tänzerischen Qualitäten unter Beweis.

In seinen Parodien und Imitationen ließ der „Star mit den Stimmen der Stars“, Mister Tomm, sage und schreibe 13 Größen der Rock- und Popszene von Michael Jackson über Tina Turner und Jo Cocker bis hin zu Karol Gott und Charles Aznavour „aufmarschieren“ – und das auf höchstem Niveau. Für diese einmalige Vorstellung wurde die erste und einzige Rakete des Abends gezündet.

Der Teppich war ausgerollt für einen triumphalen Empfang der närrischen Würdenträger, Seine Tollität Michael I. (Mallmann) und Ihre Lieblichkeit Heike I. (Mallmann-Jakobi), musikalisch geleitet vom Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ im strahlend blauen historischen Outfit unter Korpsführer Guido Bleser. „Ist das nicht ein tolles Prinzenpaar?!“ präsentierte KWK-Präsident Hans Sinken das elfte Duo in der düvelstädtischen Karnevalsgeschichte dem närrischen Auditorium.

„Wir alle sind Karneval“, schwor der echte wöschelter Jong seine Untertanen auf die tollen Tage ein, überwältigt von dem ihm und seiner Prinzessin bereiteten stimmungsvollen Empfang.

Atemlos ging es durch die Nacht. Präsident Mallmann musste dran glauben! Nach dem Chris-Roberts-Song „Du kannst nicht immer 17 sein“ verabschiedete sich Prinzenmariechen Melanie (Kreutzer) temperamentvoll und charmant wie eh und je vom „Ülle“-Publikum.

Die Gruppe „Brass & Spaß“ aus der Indestadt haute nach Kölner Manier lautstark auf die „Pauke“ und machte ihrem Namen alle Ehre. Es gab viel Spaß – und der Auftritt war ein Volltreffer.

Herrenballett auf Patrouille

Auf den Spuren des Raumschiffes Orion wandelte das Herrenballett bei seiner Patrouille durch das Weltalt, mit allerlei tänzerischen Kapriolen und Turbulenzen. Wieder einmal – und das schon im 25. Jahr – feierten die Jeckheiten von 16 tanzenden total verrückten Aktiven fröhliche Urständ‘. Das Publikum war hin- und hergerissen. Präsident Mallmann ließ sie gebührend hochleben.

Zwei Tänzer der ersten Stunde, Dieter Back und Hansi Damen, zeichnete er besonders aus. Im Namen des Bundes Deutscher Karneval steckte er ihnen das Tanzsportabzeichen in Gold an.

Schließlich stimmte Heinz Horbach mit der großen violetten Streitmacht im Rücken zum Finale das „Ülle“-Lied an. Das närrische Auditorium ließ sich auch zu dieser mitternächtlichen Stunde nicht zweimal bitten.

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