Die Iban ist für viele noch ein Problem: Was Experten dazu sagen

Von: Pia Sonntag
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DE und dann? Die Iban setzt sich aus Prüfnummer, Bankleitzahl und Kontonummer samt Nullen zum Auffüllen zusammen. Foto: Stock

Nordkreis. An der International Bank Account Number (IBAN) und dem Ende der herkömmlichen Kontonummer führt nun seit einigen Wochen nichts mehr vorbei. Doch gerade älteren Leuten fällt es noch schwer, mit der 22-stelligen Iban-Nummer im einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (Single Euro Payments Area = SEPA) zurechtzukommen.

Maximilian Leithold, Pressesprecher der Aachener Bank, Erich Timmermanns, Sprecher der Sparkasse Aachen, und Nina Müller, Sprecherin der VR-Bank, erklären auf Anfrage unserer Zeitung nochmals, was sich für die Kunden geändert hat und wie man sich die Iban leichter merken kann.

„Wie soll ich mir diese Nummer bloß merken“, ist für viele immer noch das Hauptproblem. Zwei Jahre hatten Bankkunden Zeit, sich mit der endlos wirkenden Zahlenkette vertraut zu machen. „Die lange Nummer ist nicht nur für ältere Leute eine Herausforderung“, sagt der Pressesprecher der Sparkasse, „alle Kunden müssen sich an die Iban gewöhnen.“ Die Sparkasse habe ihre Kunden bereits frühzeitig über die Neuerung informiert, auch durch persönliche Gespräche der Kundenberater, erklärt Erich Timmermanns.

Die 22-stellige Iban findet der Kunde auf seiner Sparkassen-Card und auf den Kontoauszügen. Zur besseren Lesbarkeit werde die Iban vielfach in vierstelliger Blockung gedruckt. Dies erleichtere das Übertragen auf einen Überweisungsvordruck oder die Eingabe beim Online-Banking, sagt Timmermanns. Natürlich würden zudem die Kundenberater in den Geschäftsstellen beim Ausfüllen von Überweisungen helfen. Und das Online-Banking biete die Möglichkeit, die Empfänger-Iban aus der entsprechenden Kontonummer samt Bankleitzahl errechnen zu lassen. „So vermeiden die Kunden Fehler beim Abtippen“, sagt Timmermanns.

Bei Problemen oder Fehlern suche man das Gespräch mit dem Kunden, zeigt sich auch Nina Müller von der VR-Bank serviceorientiert. „Bei Fragen oder wenn irgendetwas nicht so klappt, wie Kunden sich das vorgestellt haben, helfen wir selbstverständlich weiter“, sagt die Pressesprecherin. Im Grunde sieht sie aber keine Schwierigkeiten: „Die Iban bereitet vielen Kopfzerbrechen, ist aber gar nicht so kompliziert, wie sie auf den ersten Blick wirkt. Die eigene Kontonummer samt Bankleitzahl kennt man in der Regel auswendig – es kommen lediglich pro Konto das „DE“ und dahinter zwei Prüfziffern hinzu“, erklärt sie.

„Letztlich muss der Kunde sich nur die neue zweistellige Prüfziffer merken“, sagt auch Maximilian Leithold von der Aachener Bank. Auch er verweist bei Fragen an die Geschäftsstelle.

Und falls mal ein falsch ausgefüllter Überweisungsträger eingeworfen werde, sei das kein großes Drama: „Enthält ein Überweisungsträger zum Beispiel einen Zahlendreher, fällt das durch die neuen Sepa-Kontrollmechanismen auf, und wir versuchen im Gespräch mit dem Kunden, den Fehler zu korrigieren.“

Mit Kontonummer und Bankleitzahl ausgewiesene Überweisungsträger dürfen die Banken aus rechtlichen Gründen nicht mehr annehmen. Eine Sepa-Überweisung funktioniere wie die bisherige nationale Überweisung – beim Online-Banking genauso wie beim Überweisen in Papierform. „Bestehende Daueraufträge haben wir automatisch auf Sepa umgestellt“, erklärt Nina Müller weiter. Das Sepa-Verfahren biete besonders für Menschen im Grenzgebiet Vorteile. Müller: „Dass wir überall im Euroraum ohne Währungen zu tauschen bar bezahlen können, ist längst eine schöne, bequeme Gewohnheit geworden – vor allem in unserer Grenzregion.“ Jetzt wachse Europa weiter zusammen: „Die bislang national sehr unterschiedlichen Verfahren im Zahlungsverkehr haben mit Sepa ein Ende.“

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