Herzogenrath - Die Hoffnung bei der Gemeinde Herz Jesu fürs neue Jahr: Baubeginn

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Die Hoffnung bei der Gemeinde Herz Jesu fürs neue Jahr: Baubeginn

Von: Beatrix Oprée
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Im Schatten der Kirche: Wo jetzt noch die Trümmer des Pfarrheims liegen, gibt es in absehbarer Zeit Kaffee und Kuchen. Foto: Beatrix Oprée
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Prall gefüllte Ordner: „So ein Bauvorhaben dauert eben seine Zeit“, sagt Heinz Intrau, Pfarrer der Kirchengemeinde St. Willibrord. In diesem Fall sind mittlerweile drei Jahre ins Land gegangen. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. Zwei Träume hegt der Pastor der Kirchengemeinde St. Willibrord, zumindest einer soll im kommenden Jahr in Erfüllung gehen, da ist er zuversichtlich. Obwohl: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt Heinz Intrau lachend. Man weiß ja nie, was noch alles dazwischen kommt.

Der eine Traum, das ist der erste Spatenstich für das ehrgeizige Bauprojekt in der Ritzerfelder Gemeinde noch im Jahr 2018: Vor einem Jahr war die Aufstellung des Bebauungsplans für das rund 10 500 Quadratmeter große Karree zwischen Geilenkirchener Straße, Herz-Jesu-Weg, Rue de Plérin und dem Grundstück des Lebensmitteldiscounters gegenüber dem Rathaus in selbigem verabschiedet worden. Den Antrag dazu hatte die Pfarrei St. Willibrord bereits im Januar 2014 eingereicht, im Juni 2015 wurde ein städtebaulicher Vorentwurf beraten, der aufgrund von Anregungen aus der Politik überarbeitet wurde.

„So ein Bauvorhaben dauert eben seine Zeit“, sagt Intrau immer noch beeindruckt, auch über die Reihe an Gutachten, die vorgelegt werden musste – von den baulichen Planungen über die Bewertung des Baumbestands auf dem Gelände bis hin zum Entsorgungskonzept für den Bauschutt. „Alles muss seine Ordnung haben“, sagt der Pastor. „Ist ja auch gut so.“

Jetzt endlich rückte der Abrissbagger an, um das Gebäude am Herz-Jesu-Weg dem Erdboden gleichzumachen, das bis dato Kita und Pfarrheim beherbergt hatte. Am 24. September hatte die Gemeinde feierlich Abschied genommen von den Räumen, die 47 Jahre Erinnerung an ein erfülltes Gemeindeleben bargen. Da war die farbenfrohe neue Kita direkt daneben schon fertig, die Anfang Oktober eingeweiht wurde.

„Sicher hing Herzblut am alten Pfarrheim“, sagt Intrau. „Viele werden sich fragen ‚Warum der Abriss?‘“ Doch Zuschnitt und Zustand des 1970 errichteten Gebäudes entsprachen nicht mehr den Standards, Umbau und Sanierung wären wirtschaftlich nicht darstellbar gewesen.

So wird nun Platz geschaffen für neue Wege, die die Kirchengemeinde beschreitet: Da, wo ab der kommenden Woche noch Reste des Kellergemäuers eingerissen und dann alles planiert wird – bis Ende Januar soll das erledigt sein –, werden die Menschen sich in absehbarer Zeit zu Kaffee und Kuchen treffen. Das Eckgrundstück, rund 3000 Quadratmeter groß, wird an eine Bäckereikette verkauft, die dort als Filiale ein markantes Gebäudeensemble mit einem gläsernen Vorbau, auffällig herausragendem Dachbereich und Außenterrasse errichten will.

Der Rest des Grundstücksstreifens entlang der Geilenkirchener Straße bis zum Discountergelände wird an einen Aachener Investor veräußert, der zwei Mehrfamilienhäuser mit je zwei Volletagen und einem Staffelgeschoss für insgesamt 20 Wohnungen bauen will. „Seniorengerecht“, wie Pastor Intrau betont. Das gelte natürlich auch für die beiden Komplexe, die die Kirchengemeinde selbst als Bauherrin hinter der neuen Kita projektiert: ein Haus mit sieben Eigentumswohnungen und ein Mietshaus mit zehn Wohneinheiten unterschiedlicher Größe.

Dazu acht Garagen sowie Stellplätze, gruppiert um einen begrünten Quartiersplatz. Sobald der Bauschutt fortgeräumt ist, können die Vermessungsarbeiten beginnen als Basis für die Kaufverträge; der endgültige Bauplan soll im März vorliegen, so Intrau.

Und noch mehr wird sich ändern in Herz-Jesu: Das alte Pfarrhaus, aus dem die Mieter ausgezogen sind, wird zum Gemeindezentrum umgebaut. Dazu bedarf es noch eines Finanzierungsplans. Vielleicht gibt es ja Zuschüsse vom Bistum, hofft der Pastor, obwohl Pfarrhaus und Pfarrheim im Zuge des kirchlichen Immobilienmanagements (KIM) schon vor einiger Zeit von der Zuschussliste gestrichen worden sind. Die Caritas habe überdies Interesse angemeldet, Büroräume für ihr Beratungsangebot anzumieten.

Bleibt dann noch der zweite Traum: „Wenn alles fertig ist, auch noch den Kirchenvorplatz vor Herz-Jesu neu zu gestalten“, blickt der Pastor schon weit über das neue Jahr hinweg.

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