Die Hilfe für Bedürftige hat bald eigene Adresse

Von: Beatrix Oprée
Letzte Aktualisierung:
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Ihnen ist die Tafel ein Anliegen: Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann, Kassierer Ernst Varnhorn, Revisorin Gudrun Hoppe, Beisitzer Andreas Schmälter, Pastor Dr. Guido Rodheudt, Vize-Bürgermeister Dr. Manfed Fleckenstein, Beisitzerin Ayse Önder, Revisor Dr. Hedwig, Revisor Bruno Barth, die stellvertretende Vorsitzende Waltraud Lecher, Vorsitzender Dieter Lecher, Schriftführer Hans Lothar Peters und Beisitzer Manfred Grouls.

Herzogenrath. Nach gut zweieinhalb Stunden war es vollbracht: Die Herzogenrather Tafel ist ein eigenständiger Verein geworden. Wegen des großen Interesses hatte die von der Beigeordneten Birgit Froese-Kindermann geleitete und von der Gleichstellungsbeauftragten Birgit Kuballa protokollierte Gründungsversammlung kurzerhand in den Ratssaal verlegt werden müssen.

Zu den Gründungsmitgliedern gehört Landtagsabgeordneter Reimund Billmann genauso wie Vize-Bürgermeister Dr. Manfred Fleckenstein.

„Zweck des Vereins ist es, durch unmittelbare Ansprache von natürlichen Personen, Institutionen und juristischen Personen zu versuchen, nicht mehr benötigte, aber noch verwendungsfähige Nahrungsmittel und andere Verbrauchsgegenstände des unmittelbaren persönlichen Bedarfs zu sammeln und bedürftigen Personen mit besonderen Problemstellungen im Sinne des Paragraphen 53 Abgabenordnung zuzuführen”, heißt es unter anderem in der Satzung.

Und: „Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.” Grundsätzlich soll die Hilfe ehrenamtlich erfolgen.

Was 1998 in der Pfarre St. Gertrud mit der Ausgabe von Lebensmitteln an arme Bürger der Stadt begonnen hatte, ist nun auf neue Beine gestellt worden. „Das ist keine Kapitulation”, betont Pastor Dr. Guido Rodheudt, Initiator des die Vereinsgründung vorbereitenden Runden Tisches, „sondern eine Anpassung an die Entwicklung der Zeit.”

200 Tage im Jahr ist das Tafel-Team um das überaus engagierte Ehepaar Lecher im Einsatz für bis zu 1700 notleidende Menschen im Einsatz. „Das sind drei Prozent der Herzogenrather Bevölkerung”, hat Dieter Lecher errechnet, der nun auch zum Gründungsvorsitzenden gewählt worden ist. Seine Stellvertreterin ist seine Frau Waltraud.

Mit zwei Fahrzeugen werden die Nahrungsmittel bei den großzügigen Spendern abgeholt, die nun bald nicht mehr zum Teil im Lecherschen Keller zwischengelagert werden müssen. Neue, rund 150 Quadratmeter große Räume am Schürhof hat die Tafel als neue Adresse ins Auge gefasst. Der Beitrag für Tafel-Vereinsmitglieder sowie Fördermitglieder beträgt mindestens zwölf Euro im Jahr, Kontakt: Dieter Lecher, Telefon 02406/924032.

Auch die Leser können mithelfen

Auch Ihrer Tageszeitung ist der Einsatz für notleidende Bürger ein Bedürfnis. Die Hilfsaktion „Menschen helfen Menschen” möchte die Anschubfinanzierung für die neuen Räume des frisch gegründeten Tafel-Vereins unterstützen.

Wer ebenfalls helfen möchte, kann eine Spende einzahlen auf das Menschen-helfen-Menschen-Konto Nr. 776666 bei der Sparkasse Aachen, BLZ 39050000, Stichwort Tafel Herzogenrath.
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