Die Geschichte der Sebastianus-Schützen Weiden

Von: ehg
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Ausstellung zum 210-jährigen Bestehen der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Weiden: (v.l.) der Gebietsdirektor der Sparkasse, Manfred Aretz, Leiter der Sparkasse Broichweiden, Leo Jansen, der Vorsitzende des Festausschusses, Wolfgang Kern, Brudermeister Willi Reim und Schirmherr Bürgermeister Arno Nelles. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Zwei Königssilber, das eine aus dem Jahre 1823 und das andere von 1830, sind die wertvollsten und auch ältesten Dokumente aus der 210-jährigen Geschichte der St.-Sebastianus-Schützengesellschaft Weiden, die in einer anlässlich des Jubiläums in der Geschäftsstelle der Sparkasse an der Hauptstraße eröffneten Ausstellung bewundert werden können.

100 Jahre waren sie verschollen. Erst wurden sie vor 35 Jahren in einem Garten in Vorweiden „ausgegraben.“ Über eine Garage in Brunssum (NL) fanden sie nun mit Unterstützung von Kohlscheider Schützenfreunden den Weg zurück nach Weiden. Sie bei der Eröffnung der Ausstellung neben einer Reihe von Medaillen der Schüler- und Jugendprinzen präsentieren zu können, machte den Brudermeister der Gesellschaft, Willi Reim, glücklich. „Wenn die Ausstellung am 28. Mai zu Ende gegangen ist, werden sie einen würdigen Platz an der Königskette finden.“

In ihr nachgezeichnet wird durch vielfältige Bilddokumente vor allem die jüngere Geschichte der Bruderschaft. Zu sehen ist auch das nach der Fusion mit den Kleinkaliber-Schützen – sie mussten sich gemäß Anordnung der nationalsozialistischen Machthaber auflösen – verfasste Protokollbuch aus dem Jahre 1938. Bereichert wird die sehenswerte Dokumentation durch alte und neue Gewehre sowie Pistolen und Böller aus den Jahren 1955 bis 2005.

Zur Ausstellungseröffnung begrüßte Geschäftsstellenleiter Leo Jansen neben dem Schirmherrn, Bürgermeister Arno Nelles, auch zahlreiche Repräsentanten von anderen Weidener Vereinen.

„Glaube, Sitte. Heimat“

Als spendabler Gastgeber wünschte er den jubilierenden Schützen ein gutes Gelingen des Festes an den Pfingsttagen, 7. und 8. Juni. Dass sie aus dem Leben von Weiden nicht mehr wegzudenken sind, dazu gratulierte er der Gesellschaft.

Schirmherr Nelles, der vor zehn Jahren mit seinem Ratskollegen Hans-Josef Bülles, den Festausschuss „managte“, warf einen Blick zurück in die Zeit, als die Schützen gemäß ihrem Leitsatz „Glaube, Sitte, Heimat“ der Pfarrgemeinde ein wehrhaftes Geleit gaben. Die Gewehre würden heute zwar nur noch für sportliche Wettkämpfe ausgepackt.

Dennoch stellten sich die Schützen immer noch in vielfältiger Weise in den Dienst der Gemeinschaft. Mit einer großen Mannschaft sei die Gesellschaft immer zur Stelle, konstatierte der Bürgermeister: „Sie sind ihrer gesellschaftlichen Aufgabe mehr als 200 Jahre lang stets in vorderster Front nachgekommen.“ Dass die Bevölkerung es an den Pfingsttagen in großer Zahl honorieren möge, wünschte Nelles dem Jubilar. „Was wäre unsere Gesellschaft ohne die Vereine?!“, dankte er den Schützen.

„Traditionsvereine wie die Weidener Schützen sind ein Teil unserer Identität. Sie erfüllen mehr den je eine wichtige soziale Funktion“, stieß der Vorsitzende des Festausschusses, Wolfgang Kern, ins gleiche Horn. In den Vereinen fänden Jugendliche Vorbilder und Orientierungshilfen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Die Ausstellung belege eindrucksvoll, dass seit vielen Jahren in der Bruderschaft verantwortungsvolle Bürger ehrenamtlich tätig gewesen seien. Zu ermessen sei es an der Akzeptanz in der Bevölkerung.

Bevor auf das Gelingen der Festveranstaltungen anstoßen wurde, bedankte sich Brudermeister Willi Reim bei Direktor Manfred Aretz für die von der Sparkasse gewährte Gastfreundschaft.

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