Alsdorf/Herzogenrath - Die „Falken“ wollen Integration fördern

Die „Falken“ wollen Integration fördern

Von: mas
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Intensive Betreuung: In der Kreativwerkstatt kümmern sich die Merksteiner „Falken“ um Flüchtlingskinder. Sie bringen ihnen Osterbräuche näher. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf/Herzogenrath. Für Lazar ist ganz klar, warum man in Deutschland und anderswo Ostern feiert. „Weil da die Ostereier erfunden wurden“, sagt der Siebenjährige. Und lässt sich das von seinem Zwillingsbruder Dusan dann auch gleich per Kopfnicken bestätigen. Die beiden Jungs sind vor knapp zwei Jahren mit weiteren drei Geschwistern und Eltern aus Serbien geflohen.

An diesem Tag sind sie Gäste der „Falken“, der sozialistischen Jugend Deutschlands. Der Ortsverband Merkstein backt und bastelt mit den Flüchtlingskindern. Im Hause an der Herzogenrather Straße in Alsdorf liegen Pappe, Kleber, Scheren und weitere Utensilien aus. Dusan und Lazar fangen mit den Nestern an, in der später die bunten Eier liegen sollen. Während nebenan schon der Waffelteig gerührt wird. Später wird man sich an eine große Tafel setzen und gemeinsam speisen.

Die Gruppe „Flüchtlinge willkommen“, eine Abteilung der Falken, betreut unter Leitung von Beate Kuhn und Martin Adrians die Menschen. Noch ist die Kaffeetafel nicht eröffnet, aber es tauchen immer neue Gesichter aus aller Herren Länder auf. Wie hat man sich kennengelernt? Beate Kuhn erläutert: „Angefangen haben wir damals mit Begrüßungspaketen, die wir den Flüchtlingsfamilien überreicht haben“. Dann kamen Winterfest und Weihnachtsfeier dazu, und nun kennt man sich eben.

Kinder sollen Spaß haben

Natürlich erzählen die jungen Betreuer wie Chayenne Fertacz, Lena Klanke, Vivien Hensellek oder auch Lara Elsen den Flüchtlingskindern gerne, wie es um das Osterfest und dessen Gebräuche bestellt ist. Die Teenager haben ein gutes Händchen im Umgang mit den Kindern. Vivien Hensellek sagt: „Sie sollen Spaß haben, das fördert die Integration“.

Als die Osternester fertig sind, geht’s an die Waffeln mit Kirschen und Sahne. Das scheint man überall auf der Welt zu kennen. Wer es erfunden hat? Das interessiert keinen. Lazar und Dusan sehen glücklich aus. Wie auch der Rest ihrer Familie. Die Integration ihrer und anderer Familien hat einen guten Anfang genommen.

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