Die ersten Studenten haben sich ans Werk gemacht

Von: Holger Bubel
Letzte Aktualisierung:
7432604.jpg
Einen Überblick verschaffen: Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg (r.) führte die Studenten durch die Stadt. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Alsdorf positioniert sich städtebaulich für das Jahr 2020 – und weit darüber hinaus. Das Augenmerk wird derzeit auf den Innenstadtbereich gelegt, für den ein Rahmenplan erstellt werden soll. Der jetzige Zentralparkplatz und das Gelände hinter dem Rathaus stehen dabei im Mittelpunkt.

Durch einen studentischen Wettbewerb unter dem Motto „Neue Mitte Alsdorf“, ausgelobt mit einem Preisgeld von insgesamt rund 30.000 Euro, sollen Ideen und Anregungen gesammelt werden, die die Attraktivierung dieser beiden Innenstadtbereiche vorantreiben.

Die Vorgaben durch die Stadt halten sich dabei in Grenzen, wie Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Mareneberg betont: „Einige Planvorgaben müssen wir natürlich auch zur Orientierung der Studenten machen, etwa dass auf dem Zentralparkplatz rund 270 Stellplätze für die Stadthalle berücksichtigt werden, und dass wir uns einen innerstädtischen Mix mit Aufenthaltsqualität für diesen Bereich wünschen.“

Eine gemischte Nutzung für die Fläche hinter dem Rathaus steht ebenfalls auf dem Wunschzettel der Stadt. Die erste Gruppe Studenten mit ihrem Dozenten Prof. Dietmar Castro der FH Aachen, Lehrgebiet Städtebau, wurde jetzt von der Technischen Beigeordneten Susanne Lo Cicero-Mareneberg, unter deren Federführung der Wettbewerb läuft, begrüßt. Die Masterstudenten wurden von ihr in die Geschichte Alsdorfs und wirtschaftliche Bedeutung über die Region hinaus – besonders der letzten 25 Jahre seit dem Ende des Bergbaus und dem einsetzenden Strukturwandel – eingewiesen.

Bei einem Rundgang mit der Beigeordneten wurden die Studenten auf die Besonderheiten der Stadt hingewiesen. „Diese erste Gruppe machte einen sehr interessierten und engagierten Eindruck. Wir haben sie auf Alsdorf neugierig gemacht“, stellte Susanne Lo Cicero-Marenberg nach der fünfstündigen Information der Studenten fest. Diese „sind ganz heiß“ auf den Wettbewerb: „Ich kannte Alsdorf und seine Geschichte so noch gar nicht“, sagte Kristian Overbeck.

Der 29-jährige, aus Düsseldorf stammende Student will zunächst eine Bestandsaufnahme, eine Stärke-Schwächen-Analyse machen. „Was mir aber schon aufgefallen ist, ist die zerstückelte Gebäudestruktur in der Stadt.“ Kommilitonin Nadine van Waasen aus Xanten hatte nicht gleich eine Idee, wie sie das Projekt angeht. „Im ersten Moment bin ich schon ein wenig erschlagen von der Fülle an Informationen. Ich werde noch ein paar Mal nach Alsdorf kommen und mir die Innenstadt genau anschauen und Fotos machen. Wo sind große Baulücken, wie kann man welche Baulücken nutzen, sind die Kernfragen“, sagt die 23-Jährige.

Für die Studenten ist die Innenstadtgestaltung „eine große Nummer“. Und auch wenn am Ende nicht der Sieg bei dem Wettbewerb herausspringen sollte, gibt es fürs Studium immerhin einen Leistungsnachweis für das laufende Semester.

Am kommenden Montag werden als zweite Gruppe die Studenten der FH Düsseldorf kommen, um mit dem Projekt vertraut gemacht zu werden. Als letztes Teilnehmerfeld stößt das Institut für Städtebau und Landesplanung der RWTH Aachen hinzu. „Ich bin gespannt, was die Studenten sich einfallen lassen. Ihre Kreativität hat freien Lauf“, sagt Beigeordnete Lo Cicero-Marenberg.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert