Die CDU diskutiert das Thema Jagd

Von: mabie
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Bei einer Runde um den Weiher in Herzogenrath und ins benachbarte Broichbachtal, zeigte Waidmann Stefan Becker (2.v.r.) den Gästen der Mittelstandsvereinigung der CDU die Vielfalt der heimischen Fauna und Flora und die vielen Hege- und Pflegeansätze heimischer Jäger. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Bei herbstlichem Wetter kamen einige Mitglieder und Freunde der Mittelstandsvereinigung (MIT) der CDU in Herzogenrath zu einer sachkundigen Führung zusammen. Bei der gemeinsamen Runde um den See vom Parkplatz Bergerstraße aus, sollte das durchaus kontrovers diskutierte Thema Jagd auch mal aus Perspektive der Jäger vorgestellt werden.

Mit dem Vorsitzenden Bert Lauscher und Stefan Becker ging es ins benachbarte Broichbachtal, wo man allerhand über verschiedene Wildarten und ihr heimisches Biotop erfahren konnte. Stefan Becker, einer der Beständer des Jagdreviers Mitte führte die Gruppe, erklärte Zusammenhänge und ging auch auf rechtliche Rahmenbedingungen ein.

Neben zahlreichen Spuren von Rehwild, Gänsen und anderem Niederwild konnte der erfahrene Waidmann im Bereich des Kahnweihers auch die Nutria zeigen. „Wie die zahlreich vertretene Kanadagans gehört auch die Nutria zu den Neozoen, also Wildarten, die hier früher gar nicht heimisch waren“, erklärte Becker. Natürlich wirken sich solche Tiere auf die heimische Flora und Fauna aus, erklärte Becker weiter.

Zwar gehöre die Nutria nicht zum sogenannten jagdbaren Wild, aber auch hier unterstützen die Jäger den Staat. „Der Wasserverband beschäftigt eigenes Personal, um der Nutria Herr zu werden, die Jäger helfen ehrenamtlich“, so Becker, „hierbei helfen sie durch eine Dezimierung des Bestandes der Nutria gleichzeitig dem Biber in seinem Lebensraum.“

Wie eng die Zusammenhänge zwischen einzelnen Tier- oder Vogelarten sind, war für viele der Gäste vollkommen neu. Interessiert folgten die Zuhörer auf ihrem Weg den Worten, konnten Verbissschäden an neuen Aufforstungen sehen, und erfuhren wie die Schadensregulation bei Wildschäden in Deutschland geregelt ist. Wie viel Zeit und Mühe Jäger investieren, konnte man an diversen Einrichtungen begutachten: Neben Wildwiesen und speziell angelegten Aufforstungen unterstützen die Jäger ehrenamtlich eine ganze Reihe von Maßnahmen in ganz Deutschland.

Becker betonte, dass der Schuss letztlich nur einen geringen Anteil des Jägersdaseins ausmachen würde. „Die Jagdfreunde in Herzogenrath sind schon seit vielen Jahren intensiv um den Erhalt der Natur bemüht, und bringen sich entsprechend ein“, schloss er.

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