Die CDU Baesweiler stellt Wahlprogramm vor

Von: Karl Stüber
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Baesweiler. Die CDU Baesweiler lässt bei der Vorstellung ihres Programms keinen Zweifel daran, dass sie ihren Wahlerfolg aus dem Jahre 2004 am 30. August wiederholen will. 73,1 Prozent der abgegebenen Stimmen wollen erneut erreicht sein.

Für Bürgermeister Dr. Willi Linkens liegt die Latte gar bei 89 Prozent. Im Saal der Baesweiler Burg sind die 19 Direktkandidaten und weitere Listenplatzbewerber mit Vertretern der Parteigliederungen und den Kandidaten der Städteregion zusammengekommen, um den Wahlkampf vorzubereiten. Stadtverbandsvorsitzender Bruno Mohr und Spitzenkandidat Linkens leiten die Arbeitssitzung im perfekt dekorierten Raum. 51 Seiten zählt des Programm. Das ist schwerer Stoff. Eine Zusammenfassung liegt bei.

Das Werk trägt den prägnanten und offensiven Titel „Versprochen - Wort gehalten - Die Zukunft planen”. Macht verpflichtet. Und die CDU in Baesweiler ist eine Macht. Vorsitzender Mohr führt die Erfolge in der Kommunalpolitik auf konsequente Nähe zum Bürger zurück. Eng sind die CDU-Mitglieder mit den Vereinen verknüpft und dort aktiv, sagt er. Baesweiler stimmt - so soll es bleiben - das soll fortgeschrieben werden.

Mohr ist froh, dass sich der Bürgermeister für eine erneute Kandidatur und gegen ein Engagement in der Städteregion Aachen entschieden hat. Aufgeschlossenheit gegenüber den Bürgern, hohe fachliche Qualifikation, Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen attestiert der „Schildknappe” seinem „Ritter” im historischen Gemäuer. „Wir gehen mit Selbstsicherheit, aber nicht mit Überheblichkeit in die Wahl”, sagt Mohr. „Wir haben eine erprobte Mannschaft mit Kapitän Willi.”

Jedes Sachgebiet wird von einem Parteisoldaten engagiert vorgestellt. Wolfgang Scheen verspricht unterm Zwischentitel Jugend und Soziales, dass zum Beispiel das Integrationsprogramm vorangetrieben wird. Auf dem alten Plus-Gelände wird neben einem Kindergarten ein Haus der Begegnung für Jung und Alt entstehen. Hendrik Schmitz beschreibt beim Abschnitt „Familien, Kinder und Demographie”, wie sich die CDU eine sinnvolle Familienpolitik vorstellt. „Baesweiler ist eine junge Stadt - so soll es bleiben.” Vom (geförderten) Zuzug von Familien würden alle was haben. Herbert Geller schlägt den Bogen zur älteren Generation, hebt die wichtige Funktion des Seniorenbeauftragten hervor und beschreibt die wichtigen Erfahrungen und die Tatkraft der Älteren, welche die CDU noch besser zur Wirkung bringen möchte.

Schulen im Blick

Jürgen Burghardt trägt in Sachen Bau und Planung vor. Weitere attraktive Baugebiete auch in den kleineren Stadtteilen sollen erschlossen, das Gewerbegebiet erweitert werden. Ganztagsangebote werden an den Grundschulen zur Selbstverständlichkeit, die Schulen sind umfassend zu sanieren, gibt Wolfgang Lankow weitere Ziele aus. Hand in Hand wollen CDU und Vereine Kultur- und Sportangebote ausbauen, setzt Ferdi Reinartz weitere Marken. Wilfried Menke nimmt sich Verkehr und Umwelt vor. Radwegenetz ausbauen, Baesweiler per Euregio-Bahn enger mit dem Umland verknüpfen, Umgehungsstraßen schaffen und Durchgangsstraßen städtebaulich umgestalten, sind einige Stichworte, Freizeit und Erholung weitere Schwerpunkte.

Und woher soll all das Geld kommen, um die ehrgeizigen Pläne zu finanzieren? Bürgermeister Dr. Linkens kommt die Beantwortung dieser Schlüsselfrage zu. Die Gemeindeprüfungsanstalt hat der Kommune Bestnoten ausgestellt. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei gerade mal 195 Euro.

Programm ist finanzierbar

Kassenkredite werden nur zwischenzeitlich benötigt, in anderen Kommunen haben sie die Qualität eines zweiten Haushalts. Die Ausgleichsrücklage von Baesweiler ist hingegen unangetastet. Linkens: „Wir sind gut gerüstet, die wirtschaftlichen Probleme zu meistern.” Finanziert wird nur, was auch wirklich bezahlbar ist. Die Union ist überzeugt: Ihr Programm ist finanzierbar.

Und die Neugründung Freie Wählergemeinschaft Baesweiler will man zwar genau beobachten, beunruhigend wirkt diese offenbar aber nicht.
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