Die Bundespolizei informiert im Kindergarten über ihre Arbeit

Von: Nina Krüsmann
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Einer der Stars des Tages: Polizeihund Poldi fand beim Projekttag im Käthe-Strobel-Kindergarten viele neue kleine Freunde. Foto: Nina Krüsmann

Kohlscheid. Für die 25 Kinder der Regenbogen-Gruppe des Käthe-Strobel-Kindergartens war der Vormittag diesmal besonders spannend und erlebnisreich. Drei Polizisten waren zu Besuch. Und das nicht ohne Grund: Die drei- bis sechsjährigen Jungen und Mädchen beteiligen sich nämlich seit Januar an dem Bundespolizei-Projekt „Nachwuchspolizisten auf Spurensuche”, das mit dem Besuch der Beamten endete.

„Ziel ist, dass die Kinder die Arbeit der Polizei kennenlernen und die Scheu davor verlieren”, sagt Leiterin Simone Wehr.

„Unter anderem haben wir hier eine Polizeiecke eingerichtet, Polizeiautos gebastelt, Verkehrszeichen studiert und einen Polizeitanz aufgeführt”, so Gruppenleiterin Alice Honnie zum Konzept. Zudem wurden die Kinder eigens mit Polizei-Kostümen ausstaffiert.

So wie der fünfjährige Mika Kresel, der sich wie viele kleine Jungs brennend für die spannende Arbeit der Männer in Grün interessiert: „Das ist sehr aufregend”, meint er und erkundigt sich ausgiebig nach der Funktionsweise der Funkgeräte. „Damit bleiben wir ständig in Verbindung”, erklärt Diensthundeführer Michael Strunk.

„Wir gehen regelmäßig in Kindergärten und Schulen, um den Kindern die Angst im Umgang mit der Polizei zu nehmen und sie gleichzeitig für einige Dinge zu sensibilisieren”, betont sein Kollege, Hundeführer Markus Kratz. Viele Eltern würden ihre Kinder in Bezug auf die Polizei verunsichern und zum Beispiel scherzhaft sagen „Der nimmt Dich mit, wenn Du unartig bist”. „Wir erklären zunächst allgemein das Berufsbild der Polizei und zeigen den Kindern danach unsere Fahrzeuge, unsere Kleidung und Ausrüstung”, schildert der Hundeführer.

Die Körperschutzausrüstung dürfen die Kinder sogar testen und dem Polizisten ausnahmsweise auf den Rücken hauen. Besonders mit Spannung erwartet werden stets die mitgebrachten Hunde, die auch in Kohlscheid ganz im Mittelpunkt stehen. Um die Kinder im Verhalten mit Hunden zu schulen, haben die Polizisten Streichelhund Poldi und Spürhund Falk dabei. „Mit unserem Riesenschnauzer Poldi zeigen wir den Kindern, wie sie mit einem Hund umgehen sollen”, sagt Kratz.

Er hat auch handhabungssicheren Sprengstoff im Garten versteckt, den Spürhund Falk schnell ausfindig macht. „Mit Falk, einem belgischen Schäferhund, demonstrieren wir auch, dass das keine Kuscheltiere sind”, betont Strunk. Mit einem Beißarm zeigt er den Kindern, was alles passieren kann. „Gerade gestreichelt und schon zugebissen - das müssen die Kinder unbedingt lernen.”

Schranken und Ampeln

Polizeihauptmeister Bernd Küppers von der Bundespolizeiinspektion Aachen erklärt den Kindern auch das richtige Verhalten am Bahnsteig. Das Präventionsprogramm „Bahnanlagen sind kein Abenteuerspielplatz” soll die Kinder vor Gefahren schützen.

Dass man stets nach links und rechts sieht, dass man an der Schranke stehen bleibt, wenn die Ampel Rot zeigt, und dass man gerade an einem unbeschrankten Bahnübergang vorsichtig ist, sei leider nicht allen Kindern klar. Kratz: „Prävention ist wichtig, schließlich ist auch hier in der Nähe ein Bahnhof. Den Kindern macht unser Besuch jedenfalls immer viel Spaß.”
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