Würselen - „Die Bürgermeisterwahl“: Heimatbühne Bardenberg mit Lacherfolg

„Die Bürgermeisterwahl“: Heimatbühne Bardenberg mit Lacherfolg

Von: ehg
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Viel Vergnügen: Die Heimatbühne Bardenberg präsentiert „ Die Bürgermeisterwahl“ . Foto: W. Sevenich

Würselen. Nach fünf Monaten intensiver Probe hob sich bei der Heimatbühne Bardenberg der Vorhang zu einem zweistündigen riesigen Klamauk mit „dicken“ Sprüchen, die den zahlreichen Besuchern die Tränen vor Lachen in die Augen trieben. Es wurde immer wieder lauthals gelacht.

Die zwölf Laien-Schauspieler wurden davon derart animiert, dass sie sich in ihren Rollen über alle Maßen auslebten. Dabei wuchsen sie über sich selbst hinaus. Aufgeführt wurde das in Mundart aufbereitete und auf das „Dörflein“ zugeschnittene Lustspiel „Die Bürgermeisterwahl“, aus der Feder von Erich Koch. „Ohne Sie könnten wir eine solche Aufführung nicht auf die Bühne bringen“, bedankte sich Vorsitzende Bertine Topa bei den zahlreichen Theaterfreunden für ihren Besuch.

Lustiges Verwissspiel

Der Vorhang hob sich damit, dass Bürgermeister Otto Graf (Hans Dohmen), der ungekrönte König des Dorfes, mit „Komm doch süße Kleine“ im betrunkenen Zustand an der Seite seines Sohnes Peter (Stefan van Ree) auf die Bühne stolperte. Was der sich im „Dialog“ mit ihm aus dem Kopf drückte, ging nicht „auf eine Kuhhaut“. „Wenn Du den ganzen Tag von Drachen umgeben bist, dann brauchst Du abends ein scharfes Mäuschen“, rechtfertigte er seinen Ausflug in die „Scharfe Maus“.

In seinen Sprüchen stand der Vater (Hans Meessen) seinem Sohn in nichts nach. „Ich bin der flotte Otto“, torkelte er im Geleit des Polizisten Kurt (Harry Jeurissen) lärmend Richtung Heimat, bereits erwartet von Ehefrau Frieda (Vera Schultheis). Von Scham keine Spur! „Man muss die Wähler mit Bier und Champagner bei Laune halten“, ist sich der Bürgermeister sicher, wieder gewählt zu werden. Als Lolo (Jaqueline Steins) dem „flotten Opa“ seine Aufwartung macht, wird er aus dem ehelichen Schlafraum ausquartiert. Sein Kommentar: „Ade, du schöne Welt!“ Und Emma Graf (Gerda Dohmen), die Frau des Bürgermeisters, verfügt: „Ab heute hast Du jeden Abend ein Heimspiel.“

Turbulent geht es weiter bei der „Bürgermeisterwahl“. Opa Graf entschließt sich eine neue Partei zu gründen und ebenfalls zu kandidieren. Was für ein „Schmarren“! Zu allem Überfluss erscheint auch noch Emmas Schwester Klara (Bertine Topa) mit ihrem schwulen Sohne Erich (Ludwig Metzinger), der seine originelle Play-Back-Vorstellung gibt und außer „Hossa“ keinen Ton herausbringt, auf der Bildfläche. Eine Ulknudel vom anderen Ufer, die die Ausscheidung zum Superstar gewinnen möchte!

In die Enge treibt Apothekerin Laura Erkens (Lydia Beeck) den Bürgermeister. Sie hat nämlich in Erfahrung gebracht, dass dieser mit fadenscheinigen Argumenten den Bau des Kindergartens hintertreibt, in Wirklichkeit aber das Geld für „eine gemischte Saunalandschaft mit allen Schikanen“ ausgeben will. Laura bewirbt sich nun auch für das Bürgermeisteramt und bringt die gesamte Frauenwelt hinter sich. „Das ist Verrat am eigenen Blut!“ ist der amtierende Bürgermeister der Verzweiflung nahe. Die Schlinge zieht sich immer mehr zu.

Unter der verstrickten Situation zu leiden haben Peter und seine Freundin Gabi (Janine Syben), die unbemerkt von Mutter Laura einen gemeinsamen Sohn zur Welt gebracht hat. Das Verwirrspiel nimmt unterdessen immer skurrilere Züge an. Muss Laura doch eingestehen, dass sie zwanzig Jahre lang von Otto Graf (sen.) Alimente kassiert hat, obwohl er nicht der Vater ihrer Tochter ist. Dass sie vom „Bärenwirten“, dem leiblichen Vater, das Doppelte kassiert hat, tröstet Otto wenig...

Die nächsten Aufführungen sind in der Europaschule Herzogenrath-Merkstein am Samstag, 14. März, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 15. März, um 15.30 Uhr besucht.

Zum großartigen Erfolg trug noch die originelle Tänzerin (Marita Kuckelkorn) bei. Regie führte Heinz Kremer, für den Bühnenbau zeichnete Christian Vergöls verantwortlich und als Souffleuse fungierte Kerstin Pajak.

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