Die blaue Haut steht, das Innenleben folgt

Von: Verena Müller
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Stand der Bauarbeiten in Schaufenberg: Die Außenhaut der Halle an der Thomas-Dachser-Straße steht. Foto: Verena Müller
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Auf der Rückseite wird der Beton glatt gezogen, auf dem später das Gewicht der Überladebrücken lastet – eine wiegt zehn Tonnen. Foto: Verena Müller
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In einem abgetrennten Bereich der Halle finden im Obergeschoss Umkleiden, Duschen und Pausenraum Platz. Foto: Verena Müller
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Auf dem Dach sind bereits Rohre für die Kühlung verlegt Foto: Verena Müller
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Eine Ebene darunter wird am Aufbau der Amoniakanlage als Teil der Kühlung gearbeitet wird. Foto: Verena Müller
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Federn für die Tore der Umschlaghalle: Sie werden über den Toröffnungen angebracht, liegen derzeit aber noch quer über den innenliegenden Rampen der Überladebrücken. Foto: Verena Müller

Alsdorf. Der Baufortschritt der Dachser-Erweiterung in Schaufenberg ist beeindruckend. Auf den ersten Blick scheint die Halle im Grunde fertig zu sein, aber das täuscht, sagt Niederlassungsleiter Karl-Heinz Bremen. „Das meint man, weil die blaue Verkleidung sehr früh angebracht wurde“, erklärt er.

Ein Blick hinter die Außenhaut verrät schnell, dass noch viel zu tun ist. Die Dachabdeckung liegt zwar auf den Trägern auf, dazwischen ist aber Luft. Das Dach ist noch nicht abgedichtet. Der Boden ist noch „roh“, sprich: nicht gegossen, sondern eine unebene Angelegenheit aus Erde, Sand und Kies. „Bevor man die Bodenplatte gießt, muss es trocken sein“, sagt Bremen, sonst würde die mehreren Schichten, die aufgetragen werden, nicht richtig aushärten. Danach würden die Kabel gezogen und die Kühlaggregate installiert.

Derzeit wird im Turm, also dem Bauteil, der sich von der Front betrachtet rechts erhebt, die Kühlanlage aufgebaut, auf dem Dach sind bereits Rohre verlegt, durch die das kühle Wasser zu den einzelnen Verdampfern an der Decke geleitet wird. Zwischen zwei bis sieben Grad dürfen es in der Halle maximal sein, wenn hier Lebensmittel gelagert werden. Die alte Kühlhalle, auf der anderen Straßenseite, wird dann als solche nicht mehr genutzt, sondern mit Regalen gefüllt, deren Inhalte nicht verderblich sind. Die Umgestaltung allein dieser Halle beläuft sich auf 3,5 Millionen Euro.

Wesentlicher Unterschied zwischen Alt und Neu: Sowohl die Rampen als auch die Kühlung befinden sich jetzt außen. Die Technik der alten Halle stammt aus den 60ern, damals hatte Edeka in Alsdorf ein Lager. Dachser ist seit 1985 an diesem Standort und vollzieht inzwischen die dritte Erweiterung (im Jahr 2000: Investition in Höhe von 4,5 Millionen Euro, 2011: 14,5 Millionen Euro, 2017: 12,5 Millionen Euro).

Links vom Gebäude kann man schon die Überdachung der neuen Tankstelle erahnen, die alte auf der anderen Straßenseite wird abgebaut. Wo die Zisterne entsteht (vor dem Gebäude), ist auch schon ersichtlich. Das Regenwasser, das hier gesammelt wird, wird nicht nur in das Kühlsystem eingespeist, sondern dient auch als Löschwasservorrat.

Auf der Seite des alten Standorts, unmittelbar vor dem Verwaltungsgebäude, in dem auch Bremen sein Büro hat, haben unterdessen Erdarbeiten begonnen: Hier entsteht ein neuer, sogenannter Bereitstellungsbereich für Lkw.

Bislang müssen pausierende Fahrer quasi im Ein- und Ausgangsverkehr des Dachser-Geländes parken (und schlafen). Künftig haben sie einen etwas ruhigeren Platz. 130 Fahrzeuge gehören zum fixen Fuhrpark von Dachser in Alsdorf, dazu kommen weitere, die flexibel „eingekauft“ werden, wie Bremen sagt.

Im Moment sind rund 50 Bauarbeiter, Monteure und Handwerker auf dem Erweiterungsgelände von 25.000 Quadratmetern im Einsatz, um den Bauzeitenplan einhalten zu können. „Ende Juli steht. Trotz des schlechten Wetters Anfang des Jahres“, sagt Bremen.

Und sollte doch wider Erwarten eine Verzögerung eintreten, wäre das auch kein großes Drama. Denn: „Wir haben zwei starke, saisonale Schwankungen: Ostern und Weihnachten. Im August wären wir noch außerhalb der Peak-Saison.“

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