Die Bäume bleiben stehen

Von: ehg
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Würselen. Wie bereits in den Vorjahren wirbelt das Thema Baumbestand in der öffentlichen Grünanlage „Grüne Lunge” im Bereich Schillerstraße/Uhlandstraße/Fontanestraße auch in diesem Jahr wieder mächtig Staub auf und beschäftigt Politik und Stadtverwaltung.

Eine aus dem Kreis der Bewohner Schillerstraße/Uhlandstraße gebildete Interessentengemeinschaft ist nämlich mit der Forderung an die Würselener Stadtverwaltung herangetreten, zugunsten der angrenzenden Hausgrundstücke den Baumbestand dort durch Rodung beziehungsweise Kappung erheblich zu reduzieren.

Andererseits setzten sich andere Anwohner, insbesondere Kinder des Wohngebietes, eindringlich dafür ein, dass diese Bäume geschützt und erhalten werden. Mit diesem Problem konfrontierte die Verwaltung jetzt den Ausschuss für Stadtentwicklung.

Flugsamen und Laub

Wie sie darlegte, begründet die Interessengemeinschaft ihre Forderung der Rodung beziehungsweise Kappung von insgesamt 16 Großbäumen hinter den Grundstücken Schillerstraße 9 bis 17 mit der Unzumutbarkeit der jährlich auftretenden Birkenwanze, mit dem Eindringen von Flugsamen in die Wohnräume und mit der Menge des herbstlichen Laubfalles auf den Hausgrundstücken, die kaum noch zu bewältigen sei. Die selben Gründe seien - so die Verwaltung - bereits mehrfach in der Vergangenheit angeführt und vom zuständigen Fachausschuss des Würselener Stadtrats „unter Würdigung der besonderen ökologischen und städtebaulichen Wertigkeit des Baumbestandes” ablehnend beurteilt worden.

Die Verwaltung blieb in der Sitzung bei ihrem Standpunkt, „der parkähnliche Charakter der öffentlichen Grünanlage im Bereich Schillerstraße/Uhlandstraße/Fontanestraße mit ihrem prägenden Baumbestand sollte aus ökologischen und städtebaulichen Gründen dauerhaft erhalten und der Öffentlichkeit als Naherholungsraum zur Verfügung stehen”.

Naturgegebene Folgen

Sie schlug daher vor, im Einzelfall wie bisher eine Auslichtung des Baumbestandes vorzunehmen, wenn dies aus Gründen der Gefahrenabwehr oder zur Sicherung der nachhaltigen Entwicklungsfähigkeit der verbleibenden Bäume geboten erschiene. Eine Rodung beziehungsweise Kappung geschützter Bäume sollte abgelehnt werden. Eine Verschattung der angrenzenden Hausgärten oder auch typische Baumimmissionen (Samenflug, Blüten, Bruchholz, Laubfall und jahreszeitlich bedingtes Auftreten von Insekten) seien als naturgegebene Folge des Vorhandenseins von Bäumen in Wohngegenden von betroffenen Grundstückseigentümern hinzunehmen.

Einstimmige Entscheidung

In dieser Einschätzung folgte der Ausschuss der Verwaltung und fasste in ihrem Sinne einen einstimmigen Beschluss.
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