Dichtheitsprüfung der Hausanschlüsse sorgt weiter für Zündstoff

Von: ehg
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Würselen. In einigen Abschnitten des in 15 Bereichen aufgeteilten Stadtgebietes sollen die Kanalanschlüsse noch in diesem Jahr auf ihre Dichtigkeit überprüft werden.

Auf einer von der CDU organisierten Informationsveranstaltung stellte sich heraus, dass auf eine Reihe von Grundstückseigentümer dabei so nicht vorhersehbare finanzielle Belastungen zukommen. Vor allem bei Grundstücken, die mit einem sogenannten „Aachener Siphon” an das Kanalnetz angeschlossen sind.

Zu ihrem Fürsprecher machte sich jetzt die CDU-Fraktion im Rate der Stadt in einem Antrag an den Bürgermeister, der in der Sitzung des Ausschusses für Bau- und Gebäudewirtschaft auf die Tagesordnung kam. Darin beantragt sie, dass an der Hauptstraße in Broichweiden bereits vor Jahren abgewickelte Pilotprojekt, das europaweit Beachtung gefunden hätte, fortzuführen.

Es solle den betroffenen Anliegern das Angebot unterbreitet werden, sich den städtischen Kontroll- und Sanierungsmaßnahmen anschließen zu können. Damit sei vor allem für die Sanierung der Hausanschlüsse, die unter öffentlichen Grundstücken verlaufen, eine deutliche Kostenreduzierung zu erreichen. Gleichzeitig sei eine Unterstützung für die Bürger gegeben, die von der kurzen Fristsetzung bis zur Jahresmitte 2010 betroffen sind.

Dazu der Technische Beigeordnete Till von Hoegen in der Sitzungsvorlage: „Im Gegensatz zu der seinerzeitigen Sanierung sei jetzt nicht einmal ein Straßenzug mit gleichen Verhältnissen bei den Hausanschlüssen zu prüfen, sondern eine höhere Anzahl in diversen Straßen. Eine städtische Koordination, wie sie die CDU-Fraktion anrege, sei bei der Vielfalt und Anzahl der Prüfungen mit dem vorhandenen Personal bereits nicht möglich, ganz zu schweigen von Sanierungsauswertungen und Durchführung der Sanierung für alle Grundstücke.

Darüber hinaus lasse die derzeitige finanzielle Situation der Stadt wohl auch eine Vorfinanzierung dieser Leistungen, wie seinerzeit in Broichweiden geschehen, nicht mehr zu. Mit der Bildung von Eigentümergemeinschaften in den jeweiligen Straßen ließen sich jedoch bei gemeinsamer Beauftragung von Dichtheitsprüfung, ingenieurtechnischer Begleitung und gegebenenfalls anschließender Sanierungsbeauftragung ähnliche Ergebnisse erzielen wie seinerzeit in Broichweiden.”

Mit dieser Antwort gaben sich die Christdemokraten nicht zufrieden. Im Ausschuss schoben sie gemeinsam mit FDP und Grünen eine weiteren Antrag nach, in dem sie die ersatzlose Streichung von festgelegten abweichenden Fristen und die Zuordnung zu den 15 Teilgebieten fordern. Außerdem sollte die Verwaltung jeweils in dem Teilgebiet, indem die Frist für die Dichtheitsprüfung zum Jahresende abläuft, eine Informationsveranstaltung anbieten.

Das Grundwasser schützen

Dass er bei dem „ersatzlosen Streichen” rechtliche Bauchschmerzen bekomme, meldete sich SPD-Sprecher Frank Zimmer zu Wort. Dass der allen Anliegern zugestellte Flyer rechtlich Bestand habe, betonte Technischer Beigeordneter von Hoegen. Er gab zu bedenken, dass ältere Kanäle, wie die Erfahrung gelehrt habe, meist undicht seien. Dadurch werde das Grundwasser permanent verunreinigt. Es werde nicht leichtfertig mit der Problematik umgegangen, stellte er sich vor seine Mitarbeiter.

Der Beigeordnete: „Wir wollen die Anlieger nicht finanziell in den Ruin treiben.” Sie seien keineswegs gehalten, die Reparaturen noch in diesem Jahr durchführen zu lassen, vielmehr in einem „angemessenen” Zeitraum. Es würden nicht nur eine, sondern zwei und mehr Informationsveranstaltungen angeboten, wenn es erforderlich sei.

Sich weitere Gedanken zu machen, wie dem Antrag der Kooperation genüge getan werden könne, dazu hielt SPD-Sprecher Zimmer die Verwaltung an.
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