Diagnostik und Therapie werden am MZ ständig weiter verbessert

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:

Würselen. Die Diagnose Krebs schockiert jeden. Dabei ist die Krankheit heute schon lange kein Todesurteil mehr. Anlässlich des Welt-Krebstages informierte das Medizinische Zentrum (MZ) Aachen über den Kampf gegen Krebs in der Städteregion.

Jährlich erkranken rund 50.000 Menschen in Deutschland, davon 4000 in der Städteregion Aachen neu an Krebs, wie René A. Bostelaar, Geschäftsführer des MZ, erklärt. Bei 1300 Betroffenen führt der Krebs zum Tod. Trotz zunehmender Neuerkrankungen ist die Sterblichkeitsrate aufgrund verbesserter Diagnostik und Therapie in der Medizin damit weiter gesunken. Die Zunahme der Erkrankungen ist auf den demografischen Wandel zurückzuführen.

„Wir brauchen eine flächendeckende Aufklärung über Krebs und mehr Mut im Umgang mit diesem. Wer informiert ist, hat weniger Angst“, betont Helga Ebel von der Krebsberatungsstelle Aachen e. V. Krebs müsse aus der Angstecke raus. „In der Städteregion finden Betroffene und Angehörige insgesamt 1300 Anlaufstellen. Entscheidend ist, über Krebs aufzuklären, denn trotz Krebs ist ein erfülltes Leben möglich“, betont Ebel. Informationen über präventive Maßnahmen, Behandlungsmethoden und Nachsorge über die gefürchtete Volkskrankheit müssten weiter verbessert werden. „Angst ist nicht zielführend und hilft nicht“, fasst Ebel zusammen. Sie hat auch Ratschläge für den Alltag parat: „Im Kampf gegen Krebs helfen an erster Stelle eine frühzeitige Vorsorge beim Arzt und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft.“

Lungenkrebs ist in Deutschland die dritthäufigste Krebserkrankung. „Hauptursache hierfür ist Rauchen. Im MZ werden Patienten mit Lungenkrebs in der neuen Lungenklinik in Kooperation mit der Klinik für Gefäß- und Thoraxchirurgie behandelt“, erklärt Dr. Björn Schwick, Chefarzt der Lungenklinik des MZ. Teamarbeit ist angesagt: Jede Woche setzt sich ein interdisziplinäres Team in einer Tumorkonferenz zusammen und bespricht die weitere Behandlung von jedem Krebspatienten. So wird die punktgenaue Versorgung gewährleisten.

Als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ hat das MZ seit 2008 Arbeit mit Selbsthilfegruppen intensiviert und arbeitet derzeit mit fast 80 Gruppen zusammen. 29 ehrenamtliche Grüne Damen und Herren unterstützen Patienten in Gesprächen und vermitteln sie an weitere Ansprechpartner – im Kampf gegen die Einsamkeit. Beate Nock ist seit zehn Jahren ehrenamtliche Grüne Dame im MZ. „Ich begleite Patienten, lasse mich gerne auf den jeweiligen Menschen ein, spende Trost. Zeit spielt für mich dabei keine Rolle“, erzählt Nock.

Neben dieser Zuwendung ist die richtige Therapie entscheidend: Neue Verfahren, wie gezielte Chemotherapie und Laserchirurgie, bekämpfen Tumorzellen erfolgreich wie Privatdozent Dr. Ingo M. Krüger, Chefarzt der Klinik für Gefäß und Thoraxchirurgie des MZ, erläutert. Neben Lungenkrebs werden im MZ Prostata- und Blasenkrebs bis hin zum Krebs der Speiseröhre, des Magen-Darm-Traktes und der Leber behandelt.

Am MZ fand jetzt eine Fachtagung zum Thema Lungenkrebs statt. Der Welt-Krebstag wird seit 2005 international von der Welt-Krebsorganisation ausgerufen. Viele der mehr als 770 Mitgliedsorganisationen aus 155 Ländern – darunter auch die Deutsche Krebshilfe – beteiligen sich an diesem Aktionstag. Zahlreiche Gesundheitsorganisationen, öffentliche Institutionen und Unternehmen nutzen den Welt-Krebstag, um über Krebs zu informieren.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert