Würselen - Deutschland und Italien: Kontakte knüpfen, Freundschaft pflegen

Deutschland und Italien: Kontakte knüpfen, Freundschaft pflegen

Von: ro
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Engagiert sich seit der Gründung im Jahr 2004 in der Deutsch-Italienischen Freundschaftsgesellschaft: Hans-Josef Bülles. Foto: Markus Roß

Würselen. Der Vorsitzende der Deutsch-Italienischen Freundschaftsgesellschaft (DIF), Hans-Josef Bülles, spricht im Interview über die Ziele der DIF, Aufgaben in der Zukunft, das weitere Programm für 2016 sowie das Partnerschaftsfest am 17. September.

Herr Bülles, seit der Gründung im Jahr 2004 engagieren Sie sich in der Deutsch-Italienischen Freundschaftsgesellschaft. Warum machen Sie hier mit und welche Ziele verfolgt die Gesellschaft?

Hans-Josef Bülles: Nun, da ich ein „Mitverursacher“ dieser Städtepartnerschaft bin, war klar, dass ich mich auch aktiv in der Freundschaftsgesellschaft einbringen wollte. In den ersten Jahren als Schatzmeister und dann später als 1. Vorsitzender. Ziel unseres Vereines ist die Herstellung und die Pflege des persönlichen Austausches der Bürgerinnen und Bürger unserer Heimatstadt Würselen mit den Freunden der toskanischen Gemeinde Campagnatico.

Wie kam es zur Besiegelung der Partnerschaft mit Campagnatico?

Bülles: Diese Städtepartnerschaft war eigentlich ein Zufallsprodukt der Feiern zum 25-jährigen Bestehen der Bissener Fahnenschwenker. Hier wurden italienische Fahnenschwenker zur Großkirmes nach Würselen eingeladen. Der damalige Bürgermeister Elismo Pesucci war davon so angetan, dass er Würselen besuchte. Schon der erste Kontakt mit Bürgermeister Werner Breuer war so positiv, dass man sich eine Partnerschaft vorstellen konnte. Diese Idee wurde dann binnen acht Monate auch umgesetzt.

Die Freundschaftsgesellschaften leiden teilweise an mangelndem Engagement. Welches sind die Hauptaufgaben der Zukunft?

Bülles: Alle fünf Freundschaftsgesellschaften unserer Stadt haben das gleiche Ziel: die Menschen, die Kultur, den Sport und das alltägliche Leben in den anderen Ländern ein Stück weit näher zu bringen. Hier ist besonders der Fokus auf Kinder- und Jugendliche gelegt. Sie sollen lernen und wertschätzen, wie unsere Freunde in ihren Länder leben, wie sie lernen, wie sie arbeiten und wie sie ihre Freizeit gestalten. Daher ist es ein besonderer Schwerpunkt der Deutsch-Italienischen Freundschaftsgesellschaft, Kontakte zu knüpfen und für Reisen entsprechend Unterstützung zu geben.

Für den kommenden Samstag, 17. September, laden Sie ab 17 Uhr zu einem großen Freundschaftsfest auf den Campagnatico-Platz, dem sogenannten Dreiecksplatz an der Elchenrather Straße, ein. Was ist genau geplant?

Bülles: Unser „erster italienischer Abend“ ist geplant, um auf unsere Arbeit einmal aufmerksam zu machen. Viele Würselener wissen gar nicht, dass es die DIF gibt, oder das Würselen einen Campagnatico-Platz an der Elchenrather Straße besitzt. Hier möchten wir einfach ins Gespräch kommen. Natürlich gibt es etwas zu essen und zu trinken. Wir bieten neben dem „Arme-Leute-Essen“ – so wird die köstliche Bruschetta genannt – natürlich auch Pasta mit verschiedenen Soßen an. Weiß- und Rotwein sind neben nichtalkoholischen Getränken vor Ort. Aber es gibt auch ein gekühltes Bier.

Was hat die DIF im Jahr 2016 und im kommenden Jahr sonst noch vor?

Bülles: Die wichtigste Aufgabe wird in der Zukunft sein, den Austausch ein Stück nach vorne zu bringen. Kulturvereine, Sportvereine und Schulen sollten animiert werden, unsere Freunde in der Toskana zu besuchen. Wir helfen gerne mit unseren Kontakten, wenn es um Programm oder Unterkunft geht. Es wird in 2017 wieder eine Weinverkostung geben. Zum City-Fest werden unsere Freunde wieder einen Stand betreiben, wo toskanische Spezialitäten zu erwerben sind. Für das Jahr 2019 planen wir mit den Fahnenschwenkern aus Bissen wieder eine Fahrt nach Campagnatico, um dort dann den 15. Geburtstag unserer Städtepartnerschaft zu feiern.

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