Würselen - Deutschkurs für Flüchtlingskinder startet

Deutschkurs für Flüchtlingskinder startet

Von: ehg
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Kennenlernspiel: Im Deutschkurs für Flüchtlingskinder sollen sich die jungen Teilnehmer wohl fühlen. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Der Evangelischen Kirchengemeinde Würselen ist es gelungen, Spenden einzusammeln, um unter dem Dach von „Miteinander lernen in Würselen“ im Gemeindehaus an der Grevenberger Straße 57 einen Deutschkurs für Flüchtlingskinder im Grundschulalter einzurichten.

Zum ersten Mal drückten acht von den Sozialarbeiterinnen vermittelten Mädchen und Jungen „aus aller Herren Länder“ dort von zehn bis zwölf Uhr die „Schulbank“.

Herzlich empfangen wurden sie, als sie das erste Mal – meist in Begleitung ihrer Väter – den Kurs besuchten, von Pfarrer Harry Haller und der engagierten Leiterin des Jugendausschusses, Claudia Ages mit: „Wir freuen uns, dass Ihr gekommen sei.“ Gespannt, was an Unterricht in der schweren neuen Sprache auf sie zukommen würde, nahmen sie erst einmal auf dem erst besten Stuhl Platz und packten schon mal artig ihre Federmappen aus.

Unterrichtet werden sie von zwei Studenten sowie einer pensioniertes Grundschullehrerin. Sie werden mit den Kindern, solange sie diese kostenlose Förderung brauchen, spielen und basteln, aber ihnen vor allem auf spielerische Art und Weise Deutsch beibringen. Schnell kristallisierte sich an diesem ersten Morgen heraus, wer schon etwas verstand und wem die neue Sprache noch vollkommen fremd war. In genauso froher Erwartung wie ihre Schulkinder gingen auch die Lehrerinnen die Herausforderung an.

Spätestens nach dem Vorstellspiel war der Bann gebrochen. Da spielten Nationalitäten oder Religionszugehörigkeiten bei den Teilnehmern keine Rolle. Schnell fühlten sie sich allesamt heimisch. Zwischenzeitlich hatten sich Pfarrer Harry Haller und Claudia Ages heimlich still und leise verabschiedet. Die Vorfreude auf den nächsten Unterricht stand ihnen ins Gesicht geschrieben, als sie nach den ersten zwei Stunden froher Begegnung mit der deutschen Sprache den Weg nach Hause antraten. Sie hatten ihren Mitschülern eine Menge zu erzählen, als sie am nächsten Tag wieder am Unterricht in ihren angestammten Grundschulen teilnahmen.

Die beiden Lehramtsanwärter werden ihrerseits pädagogisch betreut vom ehemaligen Leiter des Städtischen Gymnasiums, Olaf Andersen, der dem neuen Kurs in der Evangelischen Kirchengemeinde einen kurzen Besuch abstattete.

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