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Deutsches Rotes Kreuz zieht nach Alsdorf

Von: Verena Müller
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Die Tage sind gezählt: Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes Städteregion Aachen zieht von Würselen nach Alsdorf. Foto: Verena Müller

Würselen/Alsdorf. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) zieht komplett von Würselen nach Alsdorf und führt dort zusätzlich die administrativen Teile drei weiterer Standorte zusammen. Wenn alles glatt läuft, so hofft Ingo Kohnen, Präsident des DRK-Kreisverbands Städteregion Aachen, könnte das DRK „spätestens im dritten Quartal nächsten Jahres drin sein“.

„Drin“ heißt: im geplanten Neubau an der Konrad-Zuse-Straße im Gewerbegebiet Hoengen. Kurz vor Ende der Straße, in unmittelbarer Nachbarschaft der Quip AG, die kürzlich Richtfest gefeiert hat, will das DRK das Eckgrundstück zur Linken erwerben. Nächste Woche soll der Notarvertrag unterzeichnet werden.

Zum Hintergrund des Umzugs führt Kohnen in erster Linie wirtschaftliche Gründe an: Bislang ist der Kreisverband auf vier Standorte verteilt und zahlt überall Miete: Würselen, Bardenberg, Marienhöhe und Aachen. Mit der Aufgabe des Würselener Hauptsitzes und der Zusammenführung von Teilen der drei anderen Stellen könnte Geld gespart werden.

In zehn Jahren, so die Überlegung, könnte der Bau der Immobilie an der Konrad-Zuse-Straße abbezahlt sein. „Die Dinge, die wir beeinflussen können, wollen wir zügig umsetzen“, sagt Kohnen. Und derzeit sind die Zinsen niedrig.

Die operativen Bereiche und natürlich auch Einrichtungen wie Kindergärten sollen unangetastet bleiben.

In Marienhöhe bleibt selbstverständlich die Tagespflege, der ambulante Pflegedienst, die IT und der Betriebsrat dagegen erhalten Räume im Neubau. Bardenberg verlassen wird das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM), die Lehrrettungswache bleibt vor Ort.

Von Aachen nach Alsdorf ziehen die sozialen Dienste, es bleiben der Ortsverein Aachen und das Familienbildungswerk. Allerdings mit neuer Adresse: Das Bildungswerk bezieht die ehemaligen Räume der Aseag an der Talstraße, im neuen DRK-Zentrum für Aachen-Nord.

Die Pläne für einen Neubau für die Verwaltung sind nicht neu, haben aber erst vor kurzem konkrete Formen angenommen. So hatte das DRK ursprünglich eine Fläche der Kronenbrot KG ins Auge gefasst. Nachdem das Insolvenzverfahren eingeleitet und der Grundstückspreis in die Höhe geschnellt war, nahm der Verband von dieser Option aber Abstand.

Die Suche begann von Neuem. Camp Astrid in Stolberg war zwischenzeitlich im Gespräch und eben Alsdorf. „Für Alsdorf ausschlaggebend war unter anderem die gute Verkehrsanbindung“, sagt der Geschäftsführer des Kreisverbands, Hans-Dieter Vosen. In der Vergangenheit habe man viel zu viel Zeit für Fahrerei zwischen den einzelnen Standorten verschwendet, und vom Hoenger Gewerbegebiet aus sei man bis auf wenige Minuten ebenso schnell in Aachen wie von Würselen aus.

Entstehen sollen in Hoengen Büroräume auf rund 2200 Quadratmetern, daneben eine Lagerhalle und eine Kfz-Halle. „Wir wollen alles so gestalten, dass man in Zukunft Räume je nach Bedarf aufstocken oder aber auch ein Gebäude anders nutzen kann“, erläutert Kohnen. Flexibilität sei wichtig. Zu der Investitionssumme wollte er sich noch nicht äußern, aber bei Bauprojekten dieser Größenordnung kann man von mehren Millionen Euro ausgehen.

Laut Vosen soll der Bau „bescheiden und funktional“ ausfallen. Man wolle kein Architektendenkmal errichten. Das würde auch nicht zum Roten Kreuz passen, findet der Geschäftsführer.

Der Kreisverband des DRK Städteregion Aachen beschäftigt rund 850 hauptamtliche und 1200 bis 1300 ehrenamtliche Kräfte. Von den Angestellten ziehen im kommenden Jahr voraussichtlich rund zehn Prozent um.

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