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Der „Zoch“ der Prinzengarde in voller Fahrt

Von: mas
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Achtung auf allen Gleisen: Der Gardetanz vor der Kulisse des Alsdorfer Hauptbahnhofs zählt zu den Glanzlichtern der tollen Show. Fotos: Sigi Malinowski
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Bunt kostümiert: Der „Starlight Express“ rollt in Alsdorf an.
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„Lieber Bier im Bauch, als Wasser in den Beinen“: Büttenredner Manni Dreschers hat das richtige Rezept, wie man(n) mit Frau charmant umgeht. „Meine Frau kann einen Rembrandt vom Weinbrand unterscheiden“.
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Ein absoluter Höhepunkt: Das Elferratstheater war sich nicht zu schade und ganz ungenant, den heimischen Karneval so richtig zu veräppeln. Ein Musterbeispiel, wie man über sich selbst schallend lachen kann.
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Parlare Italiano: Ihre umfangreichen italienischen Sprachkenntnisse verkauften Schlabber & Latz. „Soll ich Euch mal sagen, wie meine meckernde Schwiegermutter auf italienisch heißt? Mozzarella...!“
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Oha! Jung-Büttenrednerin Lena Keufgens gab zu, nicht immer mit dem Karneval so einfach klar zu kommen. „Am besten ist, man bleibt zu Haus und spart den Fastelovvend einfach aus“, lästerte sie kräftig ab.
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Schwer gefeiert: In 30 Tagen wollen sie rund um die Welt. Prinz Hans und Lieblichkeit Sara. Egal, ob sie es schaffen. Auf der „Insel mit zwei Bergen“ sind sie bereits angekommen. Und ihre Sympathieskala steht mittlerweile bei 100.

Alsdorf. Da war mächtig Druck auf dem Kessel. Das ist Standard, wenn die Karnevalsgesellschaft Prinzengarde Alsdorf ruft. In der Stadthalle dampfte es. Passend zum Motto, dass sich die Garde zur Premierensitzung auf die Fahnen geschrieben hatte. „D’r Zoch kütt – 66 Jahre volle Fahrt“.

In Anlehnung an das 66-jährige Jubiläum der KG. Das jecke Hochgefühl lässt keine Steigerung mehr zu, wenn der Stadtprinz aus den eigenen Reihen kommt. Gardekommandant Hans II. (Peters) und ihre Lieblichkeit Prinzessin Sarah-Mareen verzücken Alsdorfs Narren flächendeckend. Ihre Bühnenpräsenz war einer der ganz großen Momente eines rassigen und ereignisreichen Abends in der Stadthalle. Doch bis die Herrscher sich unters vollends ausgelassene Volk mischten, hatte die Prinzengarde bereits ein Feuerwerk an heimischem Karneval mit Gütesiegel abgeschossen. Daran hatte Moderator Frederik Rybacki erheblichen Anteil, der souverän durchs Programm führte.

Ein hohes Niveau

Eine lange Gästeliste war nach dem filmischen Einspieler vom Vize-Kommandanten Olaf Ptok zu verlesen, bis Tanzmariechen Pia Wißgott über die Bühne wirbelte und zeigte, dass die Ausbildungsarbeit in der Garde ein hohes Niveau hat. Wie sich der Kölner Kulthit „Drink doch ene mit“, ins Rockkleid (Queen) oder auch als Schlagerversion (Helene Fischer) anbringen lässt, bekamen die „Gardöre“ mitreißend hin. Büttenredner Manni Dreschers als „ärme Ehemann“ und die junge Formation „Die Steps“ sowie die „Tresenritter“ spannten vor der Kulisse des Alsdorfer Bahnhofs den Bogen zum jungen und alten Allerlei, das mit Szenen aus dem Musical „Starlight Express“ kräftig Jubel abräumte.

Nun jagte ein Höhepunkt den anderen und die KG zeigte ihre ganze Gestaltungsvielfalt. So beispielsweise in Zusammenarbeit mit der KG Scharwache, die kräftig mitmusizierte, als man die WDR-Reportage „Dr Zoch kütt“ aufführte. Der Boden war bestellt für die „Karnicals“: Karnevalsweisen, Schlager, Pop und beim Finale mit zwei Dudelsackpfeifern, der Saal kochte.

Dieses Level wurde gehalten, als Jürgen Beckers reichlich Zeit auf der Bühne verbringt und es danach zum großen Showdown für Prinz und Anhang kommt. Frederik Rybacki: „Sensationell, was Ihr macht“. Da gibt’s dann noch ein „Leckerchen“ drauf: „Schlabber und Latz“. Danach ist das exzellente Programm beendet, die After-Show-Party leitet sich ein. Und nun? Herz sagt bleib‘. Der Kopf auch. In dieser Nacht gibt es keine Alternativen.

Die Sitzungstermine online: www.prinzengarde-alsdorf.de

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