Der Weihnachtsmarkt bricht alle Rekorde

Von: ro
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Andrang im Advent: Der Weihnachts-Kunstmark auf dem Platz vor St. Sebastian in Würselen erfreut sich auch im 35. Jahr großer Beliebtheit. Foto: W. Sevenich

Würselen. Ein Jubiläum feierte jetzt der Weihnachts-Kunstmarkt St. Sebastian. Seit Ende der 1970er Jahre organisieren Gabriele und Adolf Maassen diesen ganz besonderen Kunstmarkt vor der Pfarrkirche St. Sebastian in Würselen, in diesem Jahr bereits zum 35. Mal.

Was damals ganz klein begann mit wenigen Buden und mit Unterstützung des damaligen Kaplans Heinz-Josef Lambertz, hat sich seitdem als einer der schönsten und sicherlich auch gemütlichsten Märkte in der Region etabliert. Die großen und kleinen Weihnachtsmarktbesucher ließen sich von der ganz besonderen Atmosphäre verzaubern.

Bei nahezu idealem Weihnachtsmarktwetter vermeldeten die Organisatoren einen neuen Besucherrekord. Nicht nur der Glühweinstand war bis in die Abendstunden dicht umlagert. Dass dieser Weihnachts-Kunstmarkt ein ganz besonderer ist, bestätigte sich einmal mehr beim bekanntermaßen reichhaltigen und abwechslungsreichen Angebot kunsthandwerklicher Art. Ob Perlenzauber, Acrylbilder, Kuscheltiere, Kleinkunst, Schals, Holzkunst und vieles mehr – für jeden Geschmack war wieder das Richtige dabei. Schnell ausverkauft waren beispielsweise die selbst hergestellten Adventskränze.

Der Besuch vom Nikolaus, Hans Muff und Bär in der Pfarrkirche zählte für die vielen kleinen Besucher wieder zum Höhepunkt am ersten Adventssonntag. Der Nikolaus verteilte viele kleine Geschenke. Auch von Hans Muff ließen sich die strahlenden Kinderaugen nicht einschüchtern. Die Pfarrkirche St. Sebastian war bereits vorher schon gut gefüllt mit vielen großen und kleinen Sängern, denn die Kantorin der Pfarrgemeinde, Ulrike Botzet, lud wieder zum gemeinsamen Adventssingen mit dem Kirchenchor ein.

Im Seitenschiff der Kirche konnten die Kinder leckere Plätzchen backen. Derweil nutzten die Kirchenbesucher die Gelegenheit zur Besichtigung einer kleinen Krippenausstellung von Kurt Schneiders und Heinz Bolz.

„Schauen – Begegnen – Schenken“ – dieses seit drei Jahrzehnten geltende Motto wurde auch diesmal wieder eindrucksvoll mit Leben gefüllt. Während die Kleinen auf dem Nostalgie-Karussell ihre Runden drehten, konnten die großen Besucher so manches schöne Geschenk erwerben.

Weihnachtliche Stimmung garantierten eine Bläsergruppe und die Gesangsgruppe „Die Wöschelter Prinzen“ unter der Leitung von Dieter van Horn, die mit ihrem traditionellen weihnachtlichem Repertoire und Brauchtumsliedern beim Weihnachts-Kunstmarkt mitmachten. Der Förderkreis Orgelbau brachte –wenige Tage vor seiner Auflösung – wieder Spezialitäten und „Edeltrödel“ an den Mann und die Frau.

Gut gewappnet für den Ansturm der Spekulatius-Fans präsentierte sich der Lions-Club Würselen: Er hatte diesmal extra ein paar Kilo Teig mehr vorbereitet, um auch noch am Sonntag genügend Spekulatius im Ofen backen zu können. Dr. Holger Tschakert, der Präsident des Würselener Lions-Clubs, überraschte die „Macher“ des Weihnachts-Kunstmarktes Gabriele und Adolf Maassen mit einem ganz besonderen Geschenk: ein Bild mit allen Engeln der vergangenen 20 Jahre. Seit zwei Jahrzehnten engagiert sich das Team des Lions-Clubs auf diesem Weihnachtsmarkt und backt fleißig Spekulatius und verkauft Mistelzweige und Engel für den guten Zweck. Mit einem Team von 34 Leuten, unter ihnen auch Bürgermeister Arno Nelles, war wieder die Freundschaftsgesellschaft Burkina Faso/Reo aktiv.

Dicht umlagert war wieder der Südtirolstand vom Freundeskreis Dieter Meeßen. Mit Live-Musik bei einem Glas Lagrein blieb man am Vorabend des 1. Advents noch bis in die späten Abendstunden zusammen. Viel los war beim verkaufsoffenen Sonntag in der City und im Gewerbepark Aachener Kreuz, natürlich sehr zur Freude des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Handel, Handwerk, Gewerbe und Industrie (Arge), Manfred Wirtz, der die Bedeutung des Weihnachts-Kunstmarktes für die Stadt Würselen unterstrich.

Im Anschluss an den Wortgottesdienst am 1. Adventssonntag ergriff Pfarrer Rainer Gattys das Wort und dankte den Initiatoren Gabriele und Adolf Maassen mit sehr herzlichen und persönlichen Worten im Namen der ganzen Pfarrei für ihr unermüdliches Engagement in den vergangenen mehr als drei Jahrzehnten. Das, was die beiden Gemeindemitglieder gemeinsam mit dem Team von bis zu 250 Helfern in jedem Jahr am ersten Adventswochenende auf die Beine stellen, sei beispiellos.

Mit Bernd Reichenberger wurde ein Partner gefunden, der erstmalig mit Regie führte und Erfahrungen sammelte. Der Erlös des Weihnachtskunstmarktes kommt übrigens wie immer einem guten Zweck zugute, und zwar dem Projekt „Schulkinder in Ruanda“, der Förderung von Projekten mit Kindern, Jugendlichen und Senioren, sowie der Restaurierung der Seitenaltäre.

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