Der Sponsored Walk des HGG hat seit 21 Jahren Tradition

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Angetreten zum Sponsored Walk: die stellvertretende Schulleiterin des Heilig-Geist-Gymnasiums, Maria Förster, und ihre Schützlinge.

Würselen. Für Maria Foerster ist der Senegal die zweite Heimat geworden. Die stellvertretende Schulleiterin des Heilig-Geist-Gymnasiums engagiert sich seit vielen Jahren für die Partnerschaft zwischen dem Land und der Schule. Mehr als 40 Mal ist Foerster schon in den Senegal gereist – um Hilfe zu leisten.

Seit 21 Jahren unterstützt das Gymnasium das Land mit Spenden, die im Rahmen des Sponsored Walks jedes Jahr gesammelt werden.

Sponsored Walk bedeutet für die rund 850 Schüler vor allem: laufen, klingeln, sammeln. Einige Wochen bevor der Benefizlauf stattfindet, müssen die Schüler nämlich selbst aktiv werden. Sie ziehen in ihren Wohnorten los, klingeln an jeder Haustür und fragen ihre Nachbarn um Spenden – natürlich ausgestattet mit einem Spendenausweis. „Das kostet viele Schüler natürliche Überwindung“, sagt Foerster. Aber mit den Jahren habe sie festgestellt, dass die Schüler mit viel Herz bei der Sache sind. Vor allem die Schüler der fünften Klassen seien besonders motiviert. Für sie sei das eine spannende Herausforderung, an der sie wachsen.

Rund 25 000 Euro kommen so jedes Jahr zusammen. Von den Spenden hat die Schule im Senegal schon viele Projekte realisieren können: So wurden zum Beispiel Wasserleitungen gelegt, Geräte für eine Neugeborenenstation angeschafft und ein Tiefbrunnen, eine Kantine und eine Hühnerfutterstation gebaut. „Das klingt banal, ist für die Menschen dort aber lebensnotwendig“, sagt Foerster. Durch die kontinuierlichen Spenden, wird die Arbeit der Schule allmählich sichtbar. „Als wir vor 21 Jahren zum ersten Mal dort waren, gab es in vielen Orten nicht einmal Strom und fließend Wasser. Das wird langsam besser“, sagt Förster.

Die Lebensbedingungen seien zwar nach wie vor schwierig, aber das Land befinde sich in einem ruhigen, friedlichen Zustand.

„Wir leisten dort in erster Linie Friedensarbeit. Wir wollen den Leuten im Land helfen, damit sie in ihrer Heimat bleiben können“, erklärt Foerster das Ziel des Gymnasiums.

Symbolischer Wert

Der Sponsored Walk am Freitag, 16. Juni, hat vor allem symbolischen Wert, denn anders als bei vielen anderen Läufen für den guten Zweck, gibt es bei diesem kein Geld für jeden gelaufenen Kilometer, weil die Schüler schon im Vorfeld Spenden sammeln. Einige Schüler könnten daher auch nicht verstehen, wieso sie überhaupt gehen müssten, wenn die Spenden eh schon gesammelt seien.

„Wir wollen mit dem Sponsored Walk gedanklich eine Verbindung zu unseren Freunden im Senegal schaffen“, sagt Foerster und lacht dabei herzlich. „Im Senegal müssen die Schüler jeden Tag mehrere Kilometer zur Schule laufen. Das tun bei uns die wenigsten.“ Foerster wird nicht müde, den Schülern immer wieder klar zu machen, wie wichtig der Lauf nicht nur für die Menschen im Senegal, sondern auch für die eigene Persönlichkeitsentwicklung ist.

Und deswegen wird die stellvertretende Schulleiterin Foerster am Freitag auch wieder mit ganz viel Leidenschaft und Kampfgeist für die gute Sache ihre Schüler motivieren, wenn sie den rund zehn Kilometer langen Weg beschreiten.

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