Der Sommer hält an: Das Merksteiner Freibad geht in die Verlängerung

Von: Leandra Kubiak
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Diese Woche haben Besucher noch einmal die Möglichkeit, sich im Merksteiner Freibad zu erfrischen. Das Bad ist noch mindestens bis Sonntag, 11. September, geöffnet. Foto: Leandra Kubiak
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Alles im Blick: Betriebsleiter Harald Mock und Sohn Daniel Mock, der als Rettungsschwimmer aushilft.

Herzogenrath. Mittwochvormittag, 11.30 Uhr. Die Sonne scheint über Merkstein, das Thermometer misst angenehme 24 Grad. Harald Mock trägt eine Sonnenbrille und eine Kappe auf dem Kopf – bei der Sonne würde es ihm sonst zu heiß werden. Mock ist Leiter des Freibades in Merkstein und hat an diesem Vormittag Badeaufsicht.

Auf den Liegeflächen haben es sich vereinzelt Besucher bequem gemacht, einige ziehen ihre Bahnen im Schwimmbecken. Rund 100 Menschen haben das Drehkreuz am Eingang des Bades zu diesem Zeitpunkt schon passiert. Viel sei das für einen warmen Sommertag an sich zwar nicht, meint Mock. Dafür, dass es ein normaler Wochentag außerhalb der Schulferien ist, findet er die Besucherzahl aber gar nicht schlecht.

Immer wieder klingelt das Telefon, das der Schwimmmeister bei sich trägt. Mal ist es ein Besucher, der seine Probleme mit dem Kassenautomaten am Eingang hat; meist sind es jedoch Anfragen nach den Öffnungszeiten des Bades. „Ja, in dieser Woche haben wir immer von 7.30 bis 19 Uhr geöffnet“, bestätigt Mock den Anrufern immer wieder.

Eigentlich sollte die diesjährige Saison schon am 4. September enden. Das Bad ist sozusagen in die Verlängerung gegangen und hat eine weitere Woche drangehängt. Der Grund dafür sei in erster Linie das gute Wetter, erklärt der Betriebsleiter. Bis Sonntag, 11. September, ist das Bad in jedem Fall geöffnet. Ob die Öffnungszeit danach nochmals um einige Tage verlängert wird, entscheide sich erst heute, sagt Mock.

So oder so: Die Freibadsaison in Merkstein neigt sich ihrem Ende zu. Großen Grund zur Freude gibt es für Josef Poqué, Leiter des Bereichs Schule, Sport, Kultur und Städtepartnerschaft der Stadt Herzogenrath, in diesem Jahr nicht. Was die Besucherzahlen betrifft, lag das Freibad in diesem Jahr nur im mittleren Bereich. Derzeit liegt die Zahl bei rund 39.000 Badegästen. „Da ja noch nicht alle Besucher aus dem Monat September mit eingerechnet sind, denken wir schon, dass wir über die 40.000 kommen“, vermutet Poqué.

Damit würde 2016 nicht weit hinter den Zahlen aus 2015 liegen, da kamen 44.000 Besucher. Weit abgeschlagen steht 2014 da, in dem Jahr schaffte es die Bilanz gerade einmal auf 28.000 Gäste. Spitzenjahre waren 2012 und 2013 mit 50.000, beziehungsweise knapp 60.000 Besuchern.

Der Hauptfaktor für die Besucherzahl sei natürlich immer das Wetter, sagt Poqué. Im Vorfeld sei daher nie genau vorauszusagen, wie viele Menschen kommen werden. Aus Erfahrung weiß Harald Mock, dass aber selbst ein einzelner, heißer Tag nicht ausreicht, um die Besucher in Massen anzulocken.

„Es bedarf einer Vorlaufzeit von drei bis vier Tagen, an denen es schön ist“, meint Mock. Dann würden die Leute ins Freibad kommen. Liege ein Tag mit Regen oder Gewitter dazwischen, würden die Besucher gleich wieder ausbleiben. „Die Beständigkeit fehlte in diesem Sommer!“, findet er. An den besten Tagen gelang es dem Bad immerhin, bis zu 4000 Besucher anzuziehen. Spitzenmonat war übrigens der August: In dem Monat kamen insgesamt 21.000 Besucher.

Schwarze Zahlen kann die Stadt mit der Jahresbilanz nicht erzielen. Die Einnahmen würden sich in diesem Jahr auf 90.000 bis 100.000 Euro belaufen, sagt Poqué. Die Ausgaben lägen höher. Sein Kompliment gilt dem Team, das das Bad betreut. Die Außenwirkung der Mitarbeiter sei sehr positiv und es sei ihnen gelungen, selbst personelle Engpässe zu überbrücken.

Renate Streck-Schaltinat kann man wohl zu den Stammgästen des Bades zählen. Drei bis vier Mal in der Woche ist sie mit ihrem Sohn Lars im Freibad anzutreffen. Was sie besonders schätzt: Die Sauberkeit und das freundliche und aufmerksame Personal. Ganz so häufig schafft es Manfred Etzig nicht, vorbeizukommen. Dafür kennt er es bereits aus den Anfängen!

Der 67-Jährige wurde in Merkstein geboren und hat in seiner Kindheit oftmals einen Großteil der Ferien in dem Bad verbracht. Den „dicken Stein“ auf einer der Wiesen am Rande des Beckens habe es schon damals gegeben, erinnert er sich. Der Stein sei für ihn und seine Freunde immer der Treffpunkt gewesen. Ansonsten habe sich vieles verändert: Das Schwimmbecken sei einmal größer gewesen und dort, wo heute ein Beachvolleyballplatz zu finden ist, habe es damals ein Nichtschwimmerbecken gegeben. Trotzdem stattet er dem Freibad auch heute noch immer wieder gerne einen Besuch ab.

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