Alsdorf - Der Plan für den Kubiz-Sportplatz steht

Der Plan für den Kubiz-Sportplatz steht

Von: Verena Müller
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Vom Energeticon aus gesehen: Die Grünfläche, auf der nach Plänen der Stadt Alsdorf eine neue Sportanlage entstehen soll. Foto: Verena Müller/Grafik: Stadt Alsdorf
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Vom Energeticon aus gesehen: Die Grünfläche, auf der nach Plänen der Stadt Alsdorf eine neue Sportanlage entstehen soll. Foto: Verena Müller/Grafik: Stadt Alsdorf Foto: Verena Müller/Grafik: Stadt Alsdorf

Alsdorf. Erneut ist es das Thema Sportplatzbau, das für kontroverse, politische Diskussionen gesorgt hat: Nach der hitzigen Debatte in Würselen wurde nun in Alsdorf über eine neue Anlage gesprochen. Die für das Kultur- und Bildungszentrum (Kubiz).

Dass städtisches Gymnasium und Realschule auch künftig einen Sportplatz brauchen, ist allgemeiner Konsens. Aber die Standortfrage hat Politik, Verwaltung und Vereine lange beschäftigt. Über Jahre.

Nähe zur Euregiobahn

Nicht zu weit weg sollte der Platz sein, damit die Sportstunde nicht schon halb rum ist, bevor die Schüler überhaupt angekommen sind, groß genug sollen die Flächen sein und die Lärmbelästigung der Anwohner gering bleiben. Herausgekommen bei der Suche ist eine Grünfläche an der Herzogenrather Straße/Eisenbahnstraße, die dem EBV gehört. Das Gelände liegt nördlich des Energeticons, unweit der Euregiobahn-Haltestelle Busch. Vom Zugang an der Herzogenrather Seite abgesehen, wachsen ringsum Bäume unterschiedlicher Höhe, überwiegend Birken.

Präsentiert wurde der „Bebauungsplan Nr. 352 - Sportplatz am Energeticon“ nun in der vergangenen Ratssitzung – und nicht, wie manche Stadtverordnete erwartet hatten, vorbereitend im entsprechenden Ausschuss. Die Grünen murrten: „Wir halten eine Vorberatung für notwendig“, so Fraktionsvorsitzender Horst-Dieter Heidenreich.

Friedel Wirtz, ebenfalls Grünen-Stadtverordneter, ließ sich außerdem ausführlich über die Ausrichtung der Anlage aus: Der DFB empfehle eine Nord-Süd-Ausrichtung, damit die tiefstehende Sonne die Spieler nicht blende, in Alsdorf läge der geplante Platz aber in West-Ost-Achse. Ob es keinen besseren Standort gebe ...

„Nein“, lautete die Antwort von Bürgermeister Alfred Sonders. Eine bessere Lösung gebe es nicht. Mehrere Standorte seien geprüft worden, dieser sei am ehesten geeignet. Die Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg erklärte außerdem, dass eine Drehung des Plans um 90 Grad ausgeschlossen ist, das ließe das Gelände nicht zu.

Die Vereine ziehen mit

Zu den weiteren Planungsdetails: Vorgesehen ist eine Kampfbahn des sogenannten Typs C mit Kunstrasenplatz, 400 Meter Tartan-Rundlaufbahn und leichtathletischen Nebenanlagen, die für den Schul- und Breitensport konzipiert ist.

Der Sportstättenentwicklungsplan – in dem die Absicht, eine ans Kubiz angegliederte Sportanlage zu schaffen, und die Zukunft der älteren Sportstätten formuliert sind –, unterbreitet den Vorschlag, dass Vereine wie der SC Kellersberg oder der JSV Alsdorf 1910 die Anlage nutzen könnten. „Wir haben mit allen Vereinen gesprochen, alle halten den Plan für richtig“, sagte Sonders im Nachgang gegenüber unserer Zeitung.

Der SC Kellersberg 1958 hatte die Entscheidung von seinen Ehrenmitgliedern abhängig gemacht – und die stimmten dafür. „Es ist zwar immer schlecht, aus der Heimat wegzugehen, aber wir hatten keine Chance, dass unsere alte Anlage erneuert wird. Und man muss auch sagen, dass die Ortsbezogenheit eine nicht mehr so extrem große Rolle spielt wie früher“, sagte Vereinsvorsitzender Frank Dohmen auf Nachfrage. Viele Jugendliche würden eh „kutschiert“ und die Anbindung der geplanten neuen Spielstätte an den öffentlichen Verkehr sei gut. Die Kritik an der Himmelsrichtung bezeichnete Dohmen als „Luxusproblem“, dem schloss sich auch Norbert Leschnik, Vorsitzender des JSV Alsdorf an: „Das ist Blödsinn. Viel schlimmer ist manchmal starker Wind.“ Das Votum seines Vereins für den Plan lautete einstimmig: „Wir gehen mit Kellersberg rüber.“

Beide Vorsitzenden zeigten sich froh, dass nach zwei, drei Jahren der Unsicherheit nun Nägel mit Köpfen gemacht würden, und sehen durch die Nähe zu den beiden Schulen großes Potenzial für ihre Jugendabteilungen.

Rund 2,8 Millionen Euro soll der Sportplatz voraussichtlich kosten, 1,6 Millionen Euro können aus dem Fördertopf des Investitionsförderprogramms des Bundes verwendet werden, über den beispielsweise auch das Schwimmbad saniert wird. Die fehlenden Restmittel werden in die Haushalte der nächsten Jahre eingestellt.

Am Ende wurden der Aufstellungsbeschluss und der Entwurf mit vier Gegenstimmen gebilligt. Details sollen im Ausschuss beraten werden.

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