Der Lindenplatz in Würselen erhält ein neues Gesicht

Von: Markus Bienwald
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Landschaftsarchitektin Roxanne Hornman stellte mit Manfred Schmitz-Gehrmann, dem Ersten und Technischen Beigeordneten Till von Hoegen und der Fachdienst-Mitarbeiterin Sabine Hennig (v.l.) den Planungsstand des Würselener Lindenplatzes vor. Foto: Markus Bienwald

Würselen. Ein paar der Aussagen, die bei der Bürgerinformationsveranstaltung in Sachen Neugestaltung des Lindenplatzes im Alten Rathaus gefallen sind, könnten bald Geschichte sein. So zum Beispiel die Angabe, dass die Blumenkübel an den Sitzgelegenheiten im hinteren Bereich die größten öffentlichen Mülltonnen von Würselen seien.

Nach einem gut viertelstündigen Vortrag von Landschaftsarchitektin Roxanne Hornman darüber, was den Lindenplatz nach seiner Umgestaltung attraktiv machen soll, folgte gut eine Stunde mit Einlassungen darüber, was die Bürger sich wünschen. Deutlich wurde auch, was Würselener sich ganz klar nicht wünschen.

So waren sie sich einig darüber, dass die hier beobachteten, von Teilnehmern als „subversive Elemente“ bezeichneten Ruhestörer und selbst die vereinzelt zu beobachtenden Drogendealer unerwünscht sind. „Natürlich können wir einen Platz offen gestalten, aber wir haben natürlich keinen Einfluss darauf, wer den Platz wann nutzt“, sagte Manfred Schmitz-Gehrmann, Fachdienstleiter der Würselener Stadtplanung, dazu.

Was die Stadt aber wohl tun könne, betonte Till von Hoegen, Erster und Technischer Beigeordneter. „Wir haben den Platz nicht sehr intensiv gepflegt“, gestand er ein, „und wir werden die Bestandspflege nach der Neugestaltung deutlich verbessern müssen“. Damit waren die rund 30 interessierten Bürger sichtlich einverstanden, war doch der jetzige Pflegezustand ein großer Diskussionspunkt für sie.

Einwürfe, die in die Richtung gingen, dass eine Neugestaltung des Platzes Nonsens sei, wenn dieser danach nicht ordentlich gepflegt werde, wurden hörbar. Dass schon in der Planung, in die übrigens die Anmerkungen aus der Infoveranstaltung einfließen sollen, etwas dafür getan werden könne, den Platz offen und besser pflegbar zu gestalten, betonte die Landschaftsarchitektin. Sie schlug vor, die drei alten Lindenbäume am Entree des Platzes zu entfernen, so den Platz zu öffnen, die Pflasterung zu belassen, neue Spiel- und Sitzflächen zu gestalten und Raum für einen integrierten Radweg aus Asphalt zu schaffen.

Dazu soll die bislang von einer Anwohnerin als „Kerzenschein am Lindenplatz“ bezeichnete Ausleuchtung per Lichtkugeln einem neuen Lichtkonzept weichen. Darin sind nicht nur 14 neue Laternen enthalten, sondern auch Bodenstrahler beispielsweise für das Kreuz und den Kirmesbaum und Sitzbänke, die mit Lichtleisten gen Boden strahlen.

Anregungen gab es auch für einen Bouleplatz, den andere Bewohner schon als inoffizielle Hundetoilette ablehnten, weniger Bäume, die dann im Herbst auch weniger Arbeit bedeuteten oder den Erhalt von mehr Parkflächen. Der aktuelle Stand sieht nämlich den Wegfall von sieben Stellplätzen vor, aber Manfred Schmitz-Gehrmann betonte an dieser Stelle, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen sei.

Dass die von einem Anwesenden eingebrachte Forderung nach der Wiederherstellung des Platzes in seiner historischen Form ohne die breiten Straßen nicht umgesetzt werden kann, machte Schmitz-Gehrmann aber auch klar. „Uns wurden Fördergelder in Aussicht gestellt“, sagte er, daher könne nur gezielt und in einem begrenzten Umfang am Lindenplatz selbst, aber nicht an einem gesamten Umfeldkonzept gearbeitet werden.

Letztlich schien es aber auch am Ende der Veranstaltung so, dass die Anwohner zwar generell zu begrüßen scheinen, dass sich etwas an dieser Stelle tut, dennoch skeptisch sind, ob das Ergebnis nach Abschluss der Planungsarbeiten Ende Juli mit Baubeginn noch in diesem Jahr dann auch wirklich dauerhaft ansehnlich bleibt.

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