Der letzte Auftritt nach über 50 Jahren Chorgeschichte

Von: fs
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Pfarrer Heinz Intrau (2.v.r.) spricht zum Abschluss dem Chor Dank und Anerkennung aus: Er ehrt die Jubilare des Jahre 2016. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Das ging allen Beteiligten schon recht nah. Doch es war unausweichlich: So wurde nun die Auflösung des Kirchenchores St. Johannes verkündet – nach 53 Jahren Chorgeschichte.

In einem festlichen Gottesdienst, gestaltet von Pfarrer Heinz Intrau und Diakon Franz-Josef Kempen, sang der Kirchenchor St. Johannes unter Leitung von Theo Becker ein letztes Mal. Die Rührung war Pfarrer Heinz Intrau anzumerken, als er in seiner Predigt zur Dankbarkeit aufrief für 53 Jahre gute Mitarbeit bei der Gestaltung des Gottesdienstes. Er dankte Chorleiter Theo Becker und dem Vorsitzenden Hans Schillings für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

In seiner Predigt ließ Pfarrer Intrau noch einmal die lange und erfolgreiche Geschichte des Chores aufleben. Auf Einladung des damaligen Vikars und späteren ersten Pfarrers von St. Johannes, Martin Förster, trafen sich 25 Damen und Herren am Valentinstag 1963 und gründeten den Kirchenchor St. Johannes. 1. Chorleiter wurde Schuldirektor Georg Zeyen. 1966 zählte der Chor schon 58 Mitglieder, und in diesem Jahr zog der Chor für seine Proben ins neu gebaute Pfarrheim um. Unter den nachfolgenden acht Chorleitern sticht besonders Ingo Plum hervor. Er dirigierte den Chor 16 Jahre lang. Sein Nachfolger Theo Becker, der den Chor auch schon zehn Jahre lang dirigiert, gewann schnell das Vertrauen des Chores.

Neben den Chorleitern prägten auch die Vorsitzenden sehr stark die Historie. Es gab drei Vorsitzende: Max Gerkmann, 1963 bis 1966, Mathias Zimmermann 1966 bis 1969, sowie Hans Schillings, von 1969 bis heute. Dieses Ehrenamt bekleidet Hans Schillings also seit nunmehr stolzen 47 Jahren. Er hat den Kirchenchor St. Johannes in diesen Jahren mit sehr viel Herzblut geführt. Dabei verstand er es in seinem Ehrenamt durch unvergessliche Chorreisen nach Israel, Rom, Südtirol, Dresden, in den Bayrischen Wald, die Schwarzwald Pfalz und an die Mosel, die Sängerinnen und Sänger stets zu motivieren und zu einer Chorfamilie zusammenzuschweißen.

Pastor Heinz Intrau ehrte während der Messe Jubilare, so Marliese Hertel, Brigitte Kobella und Edith Lippert für 40-jährige Treue. Sie erhielten die Urkunde des Diözesan-Cäcilienverband und die Ehrennadel in Gold. Die Ehrennadel in Silber erhielten Franz Schlosser sowie Maria und Wilfried Berg für 25-jährige Mitgliedschaft. Dem Kirchenchor St. Johannes sprach er zum Abschied großen Dank und Anerkennung für den Probenfleiß und die Leistungen in der „musica sacra“ im Namen der Pfarrgemeinde St. Willibrod aus.

Die Chorfamilie traf sich anschließend zu einem gemütlichen Beisammen im Pfarrheim. Vorsitzender Hans Schillings erwähnte, dass der Chor zuletzt nur noch 24 Chormitglieder hatte, das Durchschnittsalter betrug 76 Jahre, bei einer durchschnittlichen Chorzugehörigkeit von stolzen 35 Jahren. Einige wenige Mitglieder kündigten an, sich im Kirchenchor St. Willibrord anzumelden.

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