Der lange, harte Wegzur Seligsprechung

Von: ch
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Gruppenbild mit Bürgermeister: Im Beisein seiner Mitstreiter überreichte Theo Kutsch (Mitte) Monsignore Stefaan van Calster eine Ausgabe des Buchs mit Dokumenten zur Seligsprechung des Rolduc-Gründers Ailbertus von Antoing. Foto: Christoph Hahn

Herzogenrath. Wann Ailbertus von Antoing, der Gründer des Klosters Rolduc, nun endlich selig gesprochen wird – das weiß auch der Herzogenrather Theo Kutsch nicht, obwohl er als so genannter Postulator den Prozess entscheidend voran getrieben hat. Aber trotzdem gab es für den 90-Jährigen und seine Mitstreiter der in Kerkrade beheimateten „Stichting Ailbertus“ jetzt auf Burg Rode etwas zu feiern.

Kutsch übergab Monsignore Stefaan van Calster als Vertreter des für Rolduc zuständigen Roermonder Bischofs Frans Wiertz ein gedrucktes Exemplar der Dokumente, die unlängst (wir berichteten) nach Abschluss des Seligsprechungsprozesses auf Bistumsebene an die päpstlichen Behörden in Rom gesandt worden waren. Der Vatikan ist es nun, bei dem das letzte Wort in Sachen Ailbertus liegt.

Dass der schwere Band nur auf Burg Rode vorgestellt werden konnte – das stand für Kutsch völlig außer Zweifel. Dabei spielte es nur eine Nebenrolle, dass der rüstige Senior lange Zeit Vorsitzender des Burg-Trägervereins war. Nein: „Vor 800 Jahren wurde hier Ailbertus von Antoing beim Grafen von Saffenberg vorstellig“, deckte Theo Kutsch das wahre Motiv auf und erinnerte in Anwesenheit unter anderem des Herzogenrather Bürgermeisters Christoph von den Driesch und des Kerkrader Dechanten Arnold Borgmans daran, dass der Stifter von Rolduc von dort aus in das nahe Rolduc auszog, um mit seinen Gefährten, die zudem seine leibliche Brüder waren, das Kloster aufzubauen. Der Weg dahin sei auch physisch eine große Leistung gewesen, denn: „Ailbertus ist barfuß von Tournai im heutigen Belgien hierhin gekommen.“

Weitere Informationen zum Dokumentenbuch bei Theo Kutsch, Telefon 02406/4700.

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