Linnich/Alsdorf - Der Kreis schließt sich im „Schwanengesang”

Der Kreis schließt sich im „Schwanengesang”

Letzte Aktualisierung:

Linnich/Alsdorf. „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn. Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn.” Dieses Zitat aus dem Stundenbuch von Rainer Maria Rilke zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk „Schwanengesang” des im Februar verstorbenen Künstlers Professor Ludwig Schaffrath aus Alsdorf.

„Schwanengesang”, das sind 30 autonome Arbeiten Schaffraths, die er seit 2004 nur für sich geschaffen hat, ohne jeglichen Auftragsdruck.

In Anlehnung an all die Formen, Gestalten und Personen, die für Schaffrath als Künstler prägten, versah er die jeweiligen Bilder mit den entsprechenden Titeln. So könnten alle diese Arbeiten auch „Hommage” oder „Widmung” genannt werden. Der niederländische Glasmaler Johan Thorn Prikker, der Ordensmann Damian de Veuster, der Architekt Frank Lloyd Wright, aber auch der amerikanische Nationalpark „Yosemite”, sie alle haben Schaffrath geprägt.

Bezug zu Rilke

Immer wieder tauchen Kreise und ringförmige Figuren in diesen Bildern auf, die die inhaltliche Verbindung zum Rilke-Text herstellen und somit auf den langen Abschied verweisen.

Auch das Bild „Noren” aus dem Jahr 2005 entstammt diesem Zyklus. Es ist hochrechteckig in den Maßen 250 x 100 Zentimeter angeordnet. Blaue, grüne und türkisfarbene Kreise und Ringe säumen ein Feld aus vertikal, horizontal und diagonal unterteilten Glasflächen, die sowohl aus transparentem als auch aus opakem, d.h. blickdichtem Echtantikglas bestehen. Das ganze Gefüge wird eingefasst von einem schwarzen Rahmen. Der Bildtitel bezieht sich auf eine japanische Vorhangvariante, die traditionell vor den Fenstern und Türen der Geschäfte aufgehängt wird. Den Anreiz zu diesem Werk fand Schaffrath in seinen Aufenthalten in Japan.

Zu sehen sind „Noren” und weitere Bilder aus dem Zyklus „Schwanengesang” im Deutschen Glasmalerei-Museum Linnich. Öffnungszeiten dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr.

Weitere Informationen:

www.glasmalerei-museum.de.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert