Denkmalschutz stärkt regionale Identität

Von: ehg
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Würselen. Die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers war im Offenen Treff des Geschichtskreises der Pfarre St. Sebastian zu Gast. Neben ihr hieß sein Sprecher Hubert Wickerath Vertreter des Geschichtsvereins Aachen sowie des Kulturforums und des Heimatvereins Würselen, aber auch eine kleine Schar von am „Denkmalschutz in Nordrhein-Westfalen“ Interessierte im Haus der Pfarrei Willkommen.

Wickerath hob eingangs die besondere Bedeutung hervor, die der Denkmalschutz nicht zuletzt nicht nur für die acht katholischen Kirchen in Würselen habe. Denkmalschutz sei ein Teil des Kulturschutzes, gab er zu bedenken. Es komme nicht von ungefähr, dass 80 Prozent der Bürger den Denkmalschutz für wichtig erachteten. Denn: Denkmalschutz stärke die regionale Identität, sei immer eine Frage des Respektes vor den Schöpfungen vergangener Generationen und trage zur Erhaltung historischer Zeugnisse bei. Er verhindere aber auch Umweltverschmutzungen.

Unterschied verdeutlicht

Beim Thema „Denkmalschutz“ betrat die Abgeordnete aus dem Landtag, die sich dort und im Rat mehr mit jugend- und sozialpolitischen Fragen auseinandersetzt, gut informiert über die Novellierung der Gesetze, Neuland. An Beispielen veranschaulichte Voigt-Küppers den Unterschied von Denkmalschutz bei festen Denkmälern, Teildenkmälern und beweglichen Denkmälern.

Eindeutig im Gesetz geregelt seien nunmehr Schwierigkeiten, die sich aus Bodendenkmälern wegen der Eigentumsrechte ergeben hätten. Dass bei einer steigenden Zahl von zu schützenden Denkmälern gleich viel oder weniger Mittel zur Verfügung stünden, das sei auf die Haushaltslage des Landes zurück zu führen. Aus Zuschüssen würden in den nächsten Jahren günstige Darlehen möglich gemacht.

Eva-Maria Voigt-Küppers bedauerte, dass in Würselen Orte der Industriegeschichte voreilig vernichtet worden seien. Eine Lore hier oder ein Förderrad dort seien kein wirklicher Ersatz für sie. Ob jedoch alle Orte der Industriegeschichte geschützt und somit deren Schutz gefördert werden müsse, ließ sie dahin gestellt.

Das zu überdenken, dazu hielt Wickerath die versammelten heimatkundlich interessierten Bürger an. In den zahlreichen Wortmeldungen in dem offenen mit der Abgeordneten geführten Gespräch spiegelte sich die Sorge um den Erhalt zahlreicher kultureller Werte. Zweifel wurde an den jetzt eingeschlagenen Weg der Förderung geübt.

„Einsparungen kämen dem Land am Ende teuer zu stehen“, hieß es. Eva-Maria Voigt-Küppers zeigte dafür Verständnis, verwies aber darauf, dass die größte Kritik an der weiteren Verschuldung des Landes geäußert werde. Sie abzubauen, habe oberste Priorität.

Der sachliche Meinungsaustausch endete mit einem eingangs versprochenen „Wunder“. Von der letzten Reise von „Lust auf Kunst“ nach Dortmund hatte Hubert Wickerath einen Film über das „Goldene Wunder von Dortmund“, den Antwerpener Altar, mitgebracht. Die Veranstaltung war eine Einstimmung auf die Denkmaltage in St. Sebastian.

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