Würselen - Den Karneval und Würselen geprägt

Den Karneval und Würselen geprägt

Von: ro
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Grenzlandschild der „Au Ülle“ verliehen: (v.l.) Vizepräsident und Literat Winfried Hahn, Schatzmeister-Senat Wolfgang Eichelmann, der mit dem Sonderorden ausgezeichnete Anton Roufosse, Vizepräsident Ralf Kever und Vizepräsident Marcel Schröder.

Würselen. Es gibt nicht viele Menschen, die das Brauchtum Karneval in Würselen und in der Region Aachen derartig positiv geprägt haben wie Anton Roufosse. Der Ehrenpräsident des Senates der Karnevalsgesellschaft „Au Ülle“ lebt mit seiner Familie zwar in Aachen, sein Herz schlägt ohne Zweifel aber für den düvelstädtischen Karneval.

Für seine besonderen Verdienste verlieh ihm „seine“ KG „Au Ülle“ den Sonderorden „Närrischer Grenzlandschild“. Anton „Toni“ Roufosse ist der 33. Träger dieses seit dem Jahr 1965 verliehenen Sonderordens, der im bundesdeutschen Karneval einen herausragenden Stellenwert besitzt.

Bunter Abend im Gymnasium

Die Damentanzgruppe der KG Au Ülle bereitete mit der Premierenaufführung ihres Sessionstanzes, einstudiert von der neuen Trainerin Stefanie Porschen, das Feld für einen unterhaltsamen Galaabend in der festlich-lila dekorierten Aula des städtischen Gymnasiums mit einer Vielzahl von Höhepunkten. Den Abend moderierten die beiden Ülle-Vizepräsident Marcel Schröder und Winfried Hahn.

Die neue Aachener Formation „Dee Pöngche“ brachte Öcher Fastelovend in den Saal. Bestens bekannt sind die zwei „Pfundskerle“ Dirk Chauvistré und Ulrich Havermann auch als frühere Mitglieder der „Jonge vajjen Beverau“.

In seiner sehr persönlichen Laudatio würdigte der Ehrenpräsident der Aktivitas der KG Au Ülle, Dieter Pütz, das Engagement seines langjährigen Freundes Toni Roufosse. 1937 in Aachen geboren, „stellte sich schnell heraus, dass der Junge eine Vorliebe für geometrische Formen und räumliches Denken hatte“, so Pütz. Im Jahr 1982 ging „sein Traum“ in Erfüllung und er eröffnete im Alter von 45 Jahren sein eigenes Architekturbüro. Als Architekt habe Roufosse das Würselener Stadtbild geprägt. Pütz: „Wenn man heute unseren Morlaixplatz betrachtet, so bin ich der Meinung, dass der Stadt und dem Architekten Roufosse ein durchaus städtebaulich ansehnliches Projekt gelungen ist“. Auf Initiative des damaligen Stadtdirektors Albert Cramer fand Roufosse den Weg zum Senat der Lila-Eulen. Pütz: „Der Senat ist bis zum heutigen Tag eine gesellschaftliche Größe in Würselen. Darauf sind wir stolz – und daran, lieber Toni, hast du einen großen Anteil und Verdienst“. Seine karnevalistische Karriere begann so richtig im Jahr 1994, als Roufosse das Amt des Senatspräsidenten übernahm. Pütz erinnerte an die Errichtung des Eulenbaumes auf dem Morlaixplatz auf Initiative von Roufosse. Mit „Fleiß, Liebe zur Sache und einer Menge an Recherche“ hat der neue Ordensträger die Historie der KG Au Ülle aufgezeichnet. So veröffentlichte er in Buchform mit Bebilderung alle Träger des Ordens Närrischer Grenzlandschild. Für die Vereinshistorie von unschätzbarem Wert sind der Bildband mit allen Orden der KG und eine Broschüre über die Geschichte des Senats. Auch für das KWK habe sich Roufosse immer eingesetzt.

„Rote Eule“ übergeben

Mit herzlichen Worten hob Pütz das Engagement von Roufosse hervor, „insbesondere das, was im Stillen geschah, und was du geleistet hast“. Ein besonderes „Dankschön“ galt auch der Ehefrau des Ordensträgers, Josefine Roufosse.

Vizepräsident Marcel Schröder überreichte den 33. Sonderorden und die Ehrenurkunde an Toni Roufosse. Als kleines Dankeschön und Glücksbringer übergab Bürgermeister Arno Nelles eine „Rote Eule“, modelliert zugunsten der Freundschaftsgesellschaft Burkina Fasso/Reo, an den Ordensträger.

Mit sehr herzlichen Worten würdigte sein Freund, der Ehrenpräsident des Bundes Deutscher Karneval (BDK) Franz Wolf aus Köln die Verdienste des Menschen Toni Roufosse. Mit einem kräftigen „Wöschele“ und „Kölle“ Alaaf hieß er Roufosse im Kreis der Ordensträger willkommen. VKAG-Präsident Reiner Spiertz (Alsdorf) dankte dem Ordensträger für seinen unermüdlichen Einsatz für das Haus des Grenzlandkarnevals in Morsbach. Der neue KWK-Präsident Hans Sinken sagte im Namen des düvelstädtischen Karnevals „Danke“ für den Einsatz eines großartigen Menschen. Roufosse stehe dafür, dass die Qualität des Würselener Karnevals so groß ist.

Ergriffen sagte Anton Roufosse seiner Gesellschaft und allen Freunden des Brauchtums Karneval herzlich „Danke“ für diesen Ehrenabend. Roufosse, der in seinem Amt als Präsident des Senates neunmal bei der Verleihung des Sonderordens laudierte, habe niemals selber mit dieser Auszeichnung gerechnet.

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