Den Energiebedarf weiter senken

Von: Elisa Zander
Letzte Aktualisierung:
bae-passivhausbild
Förderbescheid bringt wichtige finanzielle Unterstützung: Das entscheidende Schriftstück überreichte Sabine Djahanschah von der DBU (Mitte) an Bürgermeister Dr. Willi Linkens (l.) - Ralf Peters, Hermann Dulle und Ludwig Rongen freuten sich mit. Foto: Elisa Zander

Baesweiler. Seit 2009 wird das Gymnasium Baesweiler nun saniert und auf Passivhaus-Standard gebracht. 7,2 Millionen Euro kostet das Projekt, das in vier Bauabschnitte eingeteilt ist, und von denen 4,8 Millionen Euro durch Bundes- und Landesmittel finanziert werden.

Spätestens zu Beginn des Jahres 2012 werden die Arbeiten abgeschlossen sein, sagt Ralf Peters, Leiter des städtischen Hochbauamts und zuständig für die energetische Umbaumaßnahme.

Doch das ist der Stadt Baesweiler noch lange nicht genug. „Der Energiebedarf kann nochmals um bis zu 30 Prozent gesenkt werden, wenn man die Betriebsdaten und das Nutzerverhalten systematisch erfasst und entsprechend Einsparmöglichkeiten ermittelt”, erklärt Hermann Dulle, leitender Ingenieur der für den Umbau zuständigen Vika-Ingenieur GmbH.

Ein solches Konzept will die Stadt Baesweiler nun für das Gymnasium erarbeiten lassen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das 194.000 Euro teure Projekt mit 124.416 Euro. Den entsprechenden Förderbescheid hat Sabine Djahanschah von der DBU jetzt an Bürgermeister Willi Linkens überreicht.

Ziel ist es nun, die Energieeffizienz zu erhöhen und gleichzeitig Energiekosten zu senken. Darum werden in den kommenden drei Jahren die jahres- und tageszeitlich unterschiedlichen Betriebsweisen dokumentiert.

„Diese Art des Gebäude-Monitoring ist aufgrund der hohen Kosten nicht Stand der Technik, aber sehr innovativ”, sagt Sabine Djahanschah. Denn neben den Energieeinsparungen von 30 Prozent werden die Ergebnisse anschließend so aufbereitet, dass sie einerseits auf andere Projekte übertragen und andererseits von weiteren Kommunen genutzt werden können.

Doch dazu muss nun erst einmal beobachtet werden, wie die Umbaumaßnahmen am Gymnasium funktionieren. Insbesondere stehen für die Untersuchungen die Gebäudehülle, die Geothermie mit Wärmepumpe, die passive Kühlung - Hitzefrei wird es zukünftig wohl nicht mehr geben - und die Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung im Fokus.

Es ist das erste Mal, dass ein Bestandsgebäude in dieser Größe auf Passivhaus-Standard gebracht wird. „Erst zwei Mal in Deutschland gab es diese Umbaumaßnahmen, jedoch waren die Gebäude dort wesentlich kleiner”, erzählt Architekt Prof. Ludwig Rongen. Doch die Prüfung durch das Monitoring ist bisher einzigartig. „Wir sind in einer Vorreiterrolle”, sagt Bürgermeister Willi Linkens stolz. „Und selbst der letzte Zweifler wird anhand des Monitorings sehen können, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Umbaumaßnahme stimmt.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert