„Dellen im Darm“: Wertvolle Tipps zur Vorbeugung

Von: rp
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Alsdorf. Regelmäßig lädt die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, Stadtverband Alsdorf (AsF), unter Vorsitz von Brigitte Hinkelmann in die Stadthalle zu Infoveranstaltungen zu Gesundheitsthemen ein. So stand jetzt das Thema „Divertikel – Dellen im Darm“ an.

Wie kommt es zu solchen Ausstülpungen und wie lassen sie sich vermeiden? Was tun, wenn der Darm sich entzündet? Diese und viele andere Fragen erörterte Privatdozent Dr. Carsten J. Krones, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Marienhospital in Aachen, vor zahlreichen Gästen.

„Divertikel sind keine Krankheit, sondern ein Phänomen und müssen nur dann behandelt werden, wenn sie Beschwerden verursachen“, betonte der Chefarzt. Es bestehe jedoch die Gefahr, dass sie sich entzünden, dann kommt es zu einer Divertikulitis, eine Erkrankung, die behandelt werden muss. „Divertikel im Dickdarm sind eine Volkskrankheit“, sagt Dr. Krones. Das Auftreten steige mit dem Alter exponentiell an.

Insgesamt seien bis zu 40 Prozent der Gesamtbevölkerung betroffen. Bei über 80-Jährigen hätten sogar 80 Prozent Divertikel. Man vermute, dass eine ballaststoffarme Ernährung die Entstehung begünstige. Auch Rauchen, Stress, Bewegungsarmut, Adipositas oder Alkoholmissbrauch zählten zu den Risikofaktoren. Viele Patienten mit einer Divertikulitis leiden unter Verstopfung.

Auch Beschwerden wie Bauchschmerzen, vor allem im linken Unterbauch, Fieber und Blähungen könnten auf die Erkrankung hindeuten. „Die größte Gefahr der Divertikulitis ist die Perforation der Darmwand durch eine bakterielle Durchwanderung und diese ist lebensbedrohlich und muss operativ behandelt werden“, erklärte Dr. Krones. Häufig sei die Therapie aber konservativ durch Antibiotika möglich.

Ein Krankenhausaufenthalt wird unverzichtbar, wenn aufgrund einer Entzündung ein Stück des Darms entfernt werden muss. Meist wird laparoskopisch operiert, in der so genannten Schlüssellochtechnik, so dass nur kleine Narben zurückbleiben und der Patient sich nach kurzer Zeit erholt.

Damit es nicht erst soweit kommt, empfiehlt der Experte eine ballaststoffreiche Kost mit Nüssen, Körnern, Mais, die Reduktion des Konsums von rotem Fleisch, Verzicht auf Nikotin, eine Gewichtsabnahme bei starkem Übergewicht sowie sportlich Aktivität.

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