Defibrillatoren beschafft: „Lebensretter“ für die Gemeinde

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Pastor Rainer Thoma präsentiert ein Exemplar der neu angeschafften Defibrillatoren. Foto: Christus unser Friede Herzogenrath-Kohlscheid

Herzogenrath. Mehr oder weniger ein „Herzensanliegen“ war dem Kirchenvorstand die Anschaffung von vier Defibrillatoren, kurz genannt „Defis“, für die Kirchen der Gemeinde. Nachdem die frühere Pfarrei Sankt Katharina im Jahr 2009 zwei „Defis“ für die Pfarrkirche auf dem Markt und das Jugendheim beschafft hatte, sollten die weiteren „Filialkirchen“ gleich bestückt werden.

Bereits im Jahr 2007 beschaffte die Kohlscheider Kevelaer-Bruderschaft einen ersten Defibrillator, der jährlich die Wallfahrt begleitet und ansonsten sozusagen als „Dauerleihgabe“ im Sankt-Katharina-Haus für Notfälle zur Verfügung steht.

Was ist denn überhaupt ein solcher „Defi“? Ein Defibrillator ist ein medizinisches Gerät zur Defibrillation und Kardioversion. Es kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Kammerflattern (Fibrillation) oder ventrikuläre Tachykardien, Vorhofflimmern und Vorhofflattern (Kardioversion) beenden.

Seit den 90er Jahren werden Defibrillatoren in Form automatisierter externer Defibrillatoren, daher werden die Geräte auch als AED bezeichnet, auch zunehmend in öffentlich zugänglichen Gebäuden wie Bahnhöfen, Flughäfen und anderen Orten für eine Anwendung durch medizinische Laien bereitgestellt.

Durch einen gezielt schnellen Einsatz haben viele der Geräte bis heute bereits viele Leben gerettet. Nachdem also bereits 2007 und 2009 in Sankt Katharina die ersten Geräte beschafft wurden, beschloss der Kirchenvorstand, auch die Kirchengebäude in Berensberg, Kämpchen, Bank und Pannesheide jeweils mit einem solchen „Lebensretter“ auszustatten. Wichtig war dem Kirchenvorstand, dass die neu angeschafften Geräte baugleich mit den bereits vorhandenen sein sollten, damit der Umgang mit nun allen sieben Defibrillatoren jederzeit ohne „Umdenken“ auf ein anderes System leicht fällt.

6000 Euro investiert

Kurz vor den Sommerferien war es dann soweit. Die Geräte wurden beschafft und stehen seitdem in den Sakristeien für Notfälle zu Verfügung. Dafür investierte die Kirchengemeinde knapp 6000 Euro. Erfreulich war, dass sich die Volksbank in Kohlscheid und die Sparkasse jeweils mit 1000 Euro finanzieller Unterstützung die Beschaffung erleichterten.

Pastor Rainer Thoma präsentierte auf dem Markt vor der Pfarrkirche eines der neuen Geräte und bedankte sich bei allen Beteiligten und Geldgebern für die Unterstützung.

Zwar kann jeder Laie einen Defibrillator im Notfall einsetzen, doch wurden bisher auch schon hauptamtliche Mitarbeiter in den Umgang mit den Geräten eingewiesen.

In Kürze werden zudem weitere ehrenamtliche Mitarbeiter der Kirchengemeinde in den Umgang mit den Geräten eingewiesen, wie etwa Lektoren, Kommunionhelfer oder Messdiener, um im Notfall das lebensrettende Gerät auch ohne „Hemmschwelle“ einsetzen zu können.

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