„De Schörjer“ steigt wieder in Sitzungskarneval ein

Von: Sigi Malinowski
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Jeckerei fast wie in früheren Zeiten: Darauf freuen sich Schörjer-Vorsitzender Stefan Latten (l.) und Choreograph Pascal Krohn. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Wann es das letzte Mal die heute legendär anmutende Karnevalssitzung der Renngemeinschaft „de Schörjer“ gegeben hat, weiß noch nicht mal Mitgründer und Ehrenvorsitzender Willi Katzenberger, der seit 56 Jahren eng am Geschehen der bunten Truppe aus dem Stadtgebiet ist.

Die Vermutungen ranken sich um etwa 1985, damals noch „bei Leähme“, dem Saal Jorias an der Maarstraße. Hoch dekorierte Karnevalisten wie beispielsweise Dieter Hummes, Ingo Schäfer, Hans Völl, Willi Königstein, Walter Ratzwill oder Herbert Geller gehörten zu den aktiven Gestaltungskräften.

Der Sitzungskarneval der Renngemeinschaft, die in den Anfangsjahren auch Schubkarrenrennen in der Innenstadt anbot, schlief mit der Zeit etwas ein. Auf der Bühne und in den Tulpensonntagszügen blieb die kleine aber feine Renngemeinschaft stets präsent. In diesen Wochen wird wieder an einem Programm gearbeitet, wird eine Sitzung gestaltet, die traditionelle Elemente enthalten soll.

Diese wird am 16. Januar ab 20.11 (Einlass ab 19.11 Uhr) Uhr in der Alten Scheune des Kulturzentrums Burg Baesweiler ausgerichtet. Stefan Latten, seit einem guten halben Jahr Erster Vorsitzender der RG, berichtet im Wochenend-Interview mit unserer Zeitung über die Motive, nun wieder in den Sitzungskarneval einzusteigen.

Seit wann kreist die Idee in den Köpfen der RG, die traditionelle Schörjersitzung wieder aufleben zu lassen?

Latten: Seit Januar. Wir waren uns nach der Jubiläumsfeier 5x11 Jahre weitestgehend einig: Das war ein rauschendes Fest. Was auch sehr gut angenommen wurde. Na, dann haben wir überlegt was wir für die kommende Session machen können und haben uns entschlossen, eine Sitzung auszurichten. Sozusagen unter dem Leitsatz „Zurück zu unseren Wurzeln“.

Aber der Karneval heute lässt sich nicht mehr so mit dem der 80er Jahre vergleichen...

Latten: Eben. Und deshalb wird ausschließlich mit eigenen Kräften getanzt und in die Bütt gestiegen, getreu nach unserem Jahrzehnte lang gelebten Motto „Mir sind jeck und jecker“.

Was dürfen die Leute von Euch erwarten?

Latten: Ich denke es ist verständlich, dass wir jetzt noch nicht allzu viel verraten. Aber unsere Trainer und Choreographen (Pascal Krohn und Chrissie Latten, Anm. d. Red.) arbeiten gerade an einer ganz tollen Show mit neuen Elementen, zum Beispiel aus dem Musicalbereich und auch aus dem Pop-Genre, die auch mit traditionellen Einflüssen vermengt sind. Zudem wird auch das Männerballett wieder aufleben. Und in der Bütt wird mit viel Lokalkolorit gearbeitet.

Einer von vielen Programmpunkten soll der Auftritt eines Dreigestirns sein...?

Latten: Ja, da ist was dran. Aber ich betone auch, das Dreigestirn – übrigens etwas völlig Neues – gibt’s nur an diesem Abend. Also etwas Einmaliges, wenn man so will.

Und was ist so neu an der Präsentation eines Dreigestirns?

Latten: Es wird eine gemischte Besetzung sein. Aber mehr geben wir noch nicht preis.

Bleibt denn angesichts der Arbeit an der Sitzung noch Zeit für den Schörjerball?

Latten: Selbstverständlich. Der wird auch am Tulpensonntag, 7. Februar, nach dem Umzug von uns angeboten. Der Ball ist ja auch ein Standbein von uns.

Nochmal zurück zur Sitzung, ist es richtig, dass – wie damals in der Tonhalle Jorias – numerierte Sitzplätze angeboten werden?

Latten: Ja, das ist so. Die Karten gehen in Kürze in der Burg in den Vorverkauf, mit numerierten Tischen und Sitzplätzen.

Wie viele Plätze gibt’s...?

Latten: 176.

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