Nordkreis - Dauerregen: Sandsäcke dienen der Vorsorge

Dauerregen: Sandsäcke dienen der Vorsorge

Von: Beatrix Oprée
Letzte Aktualisierung:
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Auch am Würselener Teuterhof lief in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ein Feuerwehreinsatz wegen dem Hochwasser in der Region. Foto: Ralf Roeger
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Auch am Würselener Teuterhof lief in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ein Feuerwehreinsatz wegen dem Hochwasser in der Region. Foto: Ralf Roeger

Nordkreis. Nur vier Einsätze hatte die Feuerwehr in Baesweiler wegen des Dauerregens zu fahren. Zwei vollgelaufene Keller galt es auszupumpen, und in einem Fall drang Wasser durch eine Erdgeschossdecke. Zudem hatte sich Wasser in der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses an der Peterstraße gesammelt.

Die Überflutungen der früheren Jahre, wo es vor allem an der Aachener Straße Probleme gab, sind Vergangenheit, erklärt Pierre Froesch, Leiter des Ordnungsamtes, „dank der Optimierung der Kanalnetzsteuerung durch das Amt für Abwasserbeseitigung.“ Ein Wehrzug konnte denn auch ausrücken und helfen, die kritische Hochwasserlage in Stolberg zu bewältigen.

Ebenso acht Wehrleute aus Alsdorf, das ebenfalls glimpflich davon gekommen ist, wie der stellvertretende Wachleiter Markus Dohms darlegt. Vier Keller standen unter Wasser, zweimal mussten Äste weggeräumt werden, unter anderem von der Fahrbahn des Kurt-Koblitz-Rings. Dazu kam ein Feuereinsatz gegen 5.50 Uhr am Donnerstag: Bei Kaufland stand ein Papiercontainer in Flammen, Brandstiftung nicht auszuschließen. Gegen 7 Uhr beseitigte die Wehr noch eine kilometerlange Ölspur.

Sieben vollgelaufene Keller und vier umgestürzte Bäume verzeichnet Herzogenraths Wehr, wie deren Sprecher Thomas Hendriks berichtet. Zudem hatte sich auf dem Flachdach der Europaschule in Merkstein so viel Wasser gesammelt, dass die Wehr die beauftragte Fachfirma beim Abpumpen unterstützen musste. Die Pegelstände der Wurm wurden überprüft und Sandsäcke im Bereich Uferstraße bereitgelegt. Die Brücke über den anschwellenden Broicher Bach nach Ruif wurde vorsorglich gesperrt.

Ein auszupumpender Keller in Broichweiden markierte den Einsatzauftakt in Würselen, wie Vize-Wehrleiter Ralf Jüsgens berichtet. Über Stunden musste überdies Wasser aus einer Lagerhalle an der St.-Jobser-Straße gepumpt werden. Stellenweise überflutet war die Fahrbahn am Grünen Weg und die Senke am Teuterhof.

Die Zugänge zur Reitanlage wurden mit Sandsäcken gesichert. Im Neubaugebiet Kapellenfeldchen sammelten sich Wassermassen auf den Baustraßen und drohten in Wohnhäuser zu laufen. Die Wehr pumpte das Wasser ins Regenrückhaltebecken. Gegen 20.30 Uhr rutschte auf der Kohlscheider Straße eine Fahrerin in einen Graben und musste aus ihrem Pkw befreit werden. Insgesamt waren 55 Kräfte der drei Löschzüge und der Hauptwache über sieben Stunden im Einsatz. Jugendfeuerwehr und Ehrenabteilung stärkten sie mit Suppe. Gegen Mitternacht entspannte sich die Lage. 

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