Alsdorf - Das Team vom Bau muss Tempo machen

Das Team vom Bau muss Tempo machen

Von: mabie
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Auf der Baustelle: Auch wenn die Bauhelme für die Kinder der städtischen Kita in Kellersberg ein wenig groß ausfielen, war die Freude über die Grundsteinlegung für den Anbau noch größer. Foto: Markus Bienwald

Alsdorf. Die Lieder von den fleißigen Handwerkern kennt ja jeder. Dass die Kinder vom künftigen „Verbundfamilienzentrum“ im Stadtteil Kellersberg aber singend die Probleme Revue passieren lassen, die beim Neubau auf dem Gelände an der Friedensstraße aufgetreten sind, war eine neue Idee.

Da wurde nicht nur das zum Bau nötige Toilettenhäuschen am Gehsteig thematisiert, auch der überraschenderweise im Baugrund gefundene Tank war eine Strophe wert. Für die Offiziellen um Bürgermeister Alfred Sonders quittierten dies bei der Grundsteinlegung mit einem Lächeln, auch wenn da vor einiger Zeit noch eher Kopfschmerzen angesagt waren.

Dass der anvisierte Eröffnungstermin am 1. August eingehalten werden kann, sorgte aber nicht für Sorgenfalten beim Verwaltungschef. „Das ist sportlich, aber jetzt wird Tempo gemacht“, sagte Sonders zu, der anfügte, dass die Menschen in Alsdorf dafür bekannt seien, auch hoch gesteckte Ziele zu erreichen.

Ein wenig Zahlenwerk durfte bei der Grundsteinlegung neben den musikalischen Beiträgen der Kinder nicht fehlen. Vorbei sind die Zeiten, wo ein Kindergarten auch so hieß, die Kellersberger Einrichtung bleibt das städtische Verbundfamilienzentrum, die Adresse an der Friedensstraße bleibt auch gleich.

Neu hinzukommen werden nun rasch aus dem Fundament mit der vom Rathauschef persönlich mit Spies und Kelle eingemauerten Grundsteinrolle wachsenden Gebäudestruktur genau 253 Quadratmeter Grundfläche.

889 Kubikmeter umbauter Raum entstehen, er bietet Platz für einen Gruppenraum, einen Nebenraum, einen Therapieraum, einen zusätzlichen Vorraum, sowie Räume für Differenzierungsarbeit, einen Sanitärraum und eine Kemenate fürs Personal. Der frühere Personalraum wird zum zusätzlichen Schlaf- und Wickelraum, dazu kommt ein behindertengerechtes WC.

Die Offiziellen, das Team der Kita, die Eltern und die Kinder stießen bei der Feier nach der durch das wechselhafte Wetter recht zügigen Feier draußen auch drinnen im künftigen Altbau darauf an, dass mit dem rund 600 000 Euro teuren, und aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Anbau an die bestehende Hausstruktur 20 weitere Betreuungsplätze geschaffen werden.

Sechs dieser Plätze sind für Kinder unter drei Lebensjahren bestimmt. Damit trägt das von der Grund- und Stadtentwicklung Alsdorf geplante und realisierte Projekt zum Betreuungsangebot in Alsdorf bei. Dass die Stadt blüht und wächst, erwähnte der Erste Bürger gerne, er untermauerte es mit den zum Stichtag 31. Dezember 2015 insgesamt 414 in der Stadt gemeldeten Kindern unter einem Jahr, was den Bedarf an Betreuungsplätzen unterstreiche.

Dass die Erweiterung in Kellersberg kommt, wo 1975 die erste städtische Kita überhaupt eröffnet wurde, schreibt die Kita-Geschichte am Standort fort. Das symbolträchtige Gründach der bereits 2004 gründlich modernisierten Kita bleibt übrigens erhalten, genau wie die seit 2014 laufende Kooperation mit der katholischen Kita, die das Kellersberger Angebot zum „Verbundfamilienzentrum“ werden lässt. Darüber sangen die Kinder zwar nicht, aber die Sache mit den Überraschungen auf dem Bau dürfte an dieser Stelle nun endgültig abgehakt sein.

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