Würselen - Das Seelenleben unter dem Schmiedehammer

Das Seelenleben unter dem Schmiedehammer

Von: clg
Letzte Aktualisierung:
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Zwei, die sich ergänzen: Das gilt für die Skulpturen von Hans Leo Simons ebenso wie für die Kooperation mit Malerin Marion Feiser.

Würselen. Das Schmiedehandwerk hat Hans Leo Simons von seinem Vater Josef gelernt. Vor allem der künstlerisch-kreative Aspekt hat es dem Mann angetan, der mit seiner Familie in Alsdorf-Begau lebt. Zahlreiche Kunstwerke sind bereits in seiner Werkstatt an der Neusener Straße in Linden-Neusen entstanden.

1993 hat er für sein kunsthandwerkliches Schaffen den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten.

An seine berufliche Ausbildung hatte Simons ein Studium an der Akademie für handwerkliches Gestalten in Aachen gehängt. Jüngst hat er seine Plastiken in einer Ausstellung präsentiert. Unter einem passenden Titel: „Gestalten ist meine Leidenschaft”.

Für diese Leidenschaft nimmt Hans Leo Simons, der seit dem 18. Lebensjahr Orgel spielt und am Gregorius-Haus in Aachen die C-Prüfung bestanden hat, hin und wieder eine berufliche Auszeit. „Wenn eine Plastik einmal konzipiert ist, muss man über viele Stunden an ihr dran bleiben und sie ausfeilen.” Vor drei Jahren hatte Hans Leo Simons schon einmal sein künstlerisches Schaffen ins Rampenlicht gerückt.

In Beziehung treten

Der Schmiedemeister trennt Beruf und Passion streng. „Ich möchte frei sein und kompromisslos arbeiten.” Deshalb produziert er keine Kerzenleuchter, um sie zum Verkauf anzubieten. In seinen Skulpturen bringt er vor allem menschliche Befindlichkeiten zum Ausdruck. Das Seelenleben des Menschen mit seinen Höhen und Tiefen ist sein Metier. „Ich möchte das zum Ausdruck bringen, was mit Worten gar nicht oder nur schwer zu fassen ist.”

Alle Skulpturen - ob sie nun in Flacheisen oder in vierkantigen Stäben handwerklich präzise geschaffen sind - bestehen aus zwei Einzelteilen, wobei jedes Teil wiederum eine Skulptur für sich ist. Beide zusammen ergeben ein neues Ganzes. Sie treten miteinander in eine Beziehung, wenn sie „angedockt” werden.

In seiner Werkstatt hat der Künstler auch einen Einblick in die Vorgeschichte seiner Exponate gewährt. Er hat die in seinem Studio gefertigten Entwürfe nämlich gleich mitgeliefert. Bevor er sich an die Arbeit macht, stellt der Kunstschmied neben den Entwürfen stets Modelle her - mal aus Kupferdraht und mal aus Ton.

Illustriert hat er seine zweite Ausstellung auch mit großflächigen Gemälden von Marion Feiser, die seit rund zwei Jahrzehnten künstlerisch tätig ist. Seit zehn Jahren arbeitet die Innenarchitektin ausschließlich mit Ölfarben, die sie mit einem Spachtel großflächig aufträgt.

Gemeinsam wollen Simons und Feiser ein weiteres Mal im kommenden Juni in der Welschen Mühle in Haaren Einblick in ihr künstlerisches Schaffen gewähren.
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