Das Projekt Schulzentrum kommt voran

Von: Karl Stüber
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Alsdorf. Die Delegation aus Alsdorf hat zwar am Abend auf der Rückfahrt aus Köln im Bus auf der Autobahn im Stau gestanden, das ehrgeizige Projekt Neubau eines Schulzentrums auf dem Annagelände scheint aber ein Stück vorangekommen zu sein.

Bürgermeister Alfred Sonders sagte, dass in Absprache mit Regierungspräsident Hans Peter Lindlar, der alle Vorsitzenden der im Stadtrat vertretenen Fraktionen zum Erörterungsgespräch gebeten hatte, und dessen Fachleuten weiter intensiv an der Realisierung des Vorhabens gearbeitet werden. „Wir favorisieren eine Lösung mit NRW.Urban”, sagte Sonders.

NRW.Urban ist die Nachfolgerin der LEG Stadtentwicklung GmbH & Co. KG als 100-prozentige Beteiligungsgesellschaft des Landes. Diese Gesellschaft könnte den Neubau von Gymnasium und Realschule laut Bürgermeister „entwickeln und durchführen”. Dann könne die Stadt oder eine städtische Gesellschaft den Gebäudekomplex „übernehmen”.

Nachdem die Bezirksregierung abgelehnt hatte, dass die Industrie- und Gewerbepark Alsdorf GmbH (IGA) hier eine entscheidende Rolle spielt, könnte nun der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft Alsdorf (GSG) die entscheidende Rolle zukommen.

Dies sei aber noch zu prüfen. In der entsprechenden Projektgruppe arbeiteten nun auch entscheidende Vertreter der Bezirksregierung mit städtischen Vertreten Seite an Seite. Dazu gehörten laut Bürgermeister leitende Beamte für die Bereiche Städtebaumittel und Finanzierungsfragen. Letzterer prüfe unter anderem den Alsdorfer Haushalt.

Bislang sei die Stadt bei ihrem Bemühen, die Nutzung des Schulneubaus durch Dritte zu einem hohen Anteil nachzuweisen, auf einem guten Weg.

Um an rund zwölf Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung des Landes zu kommen, müsste dieser Anteil - zum Beispiel VHS-Kurse oder Kulturveranstaltungen - rund 40 Prozent betragen. Über 20 Prozent seien schon ausgewiesen und akzeptiert, war zu erfahren.

Im Januar erneutes Treffen

Laut Bürgermeister würde sich die Finanzierungsfrage ebenfalls bei einer Sanierung beider Schulen am Standort in Ofden ergeben. Hier sei das Problem, „dass dies über den städtischen Haushalt laufen müsste.

Das ist angesichts der Finanzlage fast nicht darstellbar und würde sehr lange Zeit in Anspruch nehmen”, hält Sonders den Neubau weiter für die bessere Lösung. „Über dieses Neubauprojekt hinaus dürfte dann aber nicht mehr sehr viel gehen”, hätten die Kölner den Alsdorfern ins Stammbuch geschrieben.

In der zweiten Januarhälfte wolle man sich erneut in der Runde von Dienstag treffen. Bis dahin müsse der Haushalt 2010 stehen, sagte Sonders abschließend.
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