Das Orchester „SalonRouge” begeistert das Publikum

Von: ehg
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Ganz in Rot gekleidet: das Orchester „SalonRouge”. Foto: W. Sevenich

Würselen. Der Ruf, der dem 2008 in Aachen gegründeten Orchester „SalonRouge” vorauseilte, wirkte wie ein Magnet. Ob des so nicht erwarteten Ansturms wurde es beim Dreikönigskonzert des Kulturforums Würselen (KuFo) eng im Saal des Alten Rathauses.

Um allen Besuchern einen Sitzplatz anbieten zu können, mussten Stühle bis in die letzte Ecke gerückt werden. Die vielen Besucher mit wunderschöner Musik zu verzaubern, mit diesem Anspruch traten die sieben Musikerinnen und Musiker an. Durch ihre Freude am Musizieren, die Johanna Schmidt (Violine), Natalie Becker (Flöte), Johannes Flamm (Klarinette), Lydia Hilgers (Klavier), Marie-José Didderen (Cello), Manfred Hilgers (Kontrabass) und Steffen Thormählen (Schlagzeug) von der ersten bis zur letzten Minute an den Tag legten, wurden sie ihm auch gerecht. Das testierten ihnen die Besucher durch stürmische Beifallsbekundungen zwischendurch und stehende Ovationen am Ende des erlebnisreichen Konzerts.

Ganz in Rot „gewandet”, zog das Salonorchester nach den ersten Tönen bereits das Publikum in seinen Bann. Weit spannten sie den Bogen der Unterhaltungsmusik, vom Swing der 20er und 40er Jahre über Klassik bis hin zum Jazz. Dabei stellte „SalonRouge” seine außergewöhnliche Vielseitigkeit unter Beweis. Mit ihren feurigen Tänzen, temperamentvollen Paso Dobles und leidenschaftlichen Tangorhythmen ließen die virtuosen Instrumentalisten die traditionelle Salonmusik in neuem Glanz erstrahlen.

Nicht nur beim Dreivierteltakt wurden Erinnerungen an das Café Vaterland in Aachen geweckt, wo bis in die „60er” noch getanzt wurde. Immer wieder traten die einzelnen Musiker brillant solistisch in Erscheinung. Ständige Wechsel in der Führung der Melodie waren an der Tagesordnung. Raffinierte Abrisse sorgten für zusätzliche Effekte.

Wie einst Zarah Leander träumten sie von der Puszta, um sich anschließend mit einer „Serenade” von Will Meysel vor Würselen zu verbeugen. Es waren lauter Ohrwürmer, denen „SalonRouge” ein neues musikalisches Gewand verlieh. Mit Gerhard Winkler ging es ab ins sonnige Sorent, und bei Arthur Piazzollas „Die Eifersucht” flammte die ganze Leidenschaft eines Verliebten auf. Mit „Zwei Gitarren” eines weniger bekannten Komponisten gönnten die mitreißenden Musiker dem begeisterten Würselener Publikum eine kleine Verschnaufpause.

Nahtlos knüpfte „SalonRouge” nach der Pause dort an, wo das Orchester vorher aufgehört hatte. Der Zauber wunderschöner Musik wehte erneut durch den Saal des Alten Rathauses, peppig und einfühlsam, swingend und jazzig. Zwischendurch durfte mit dem Fuß gewippt und in die Hände geklatscht werden. Der Charme, mit dem die Stücke voller Abwechslung von den versierten Musikern dargeboten wurden, musste ganz einfach Stürme der Begeisterung entfachen.

Nicht nur die geforderten Zugaben wurden bereitwillig gewährt. Vielmehr brachte „SalonRouge” der Mundartdichterin Agnes Hilgers ein Ständchen zur Vollendung ihres 90. Geburtstages dar. KuFo-Vorsitzender Günter Kölling verabschiedete das Ensemble mit einer Rose als Zeichen seiner Hochachtung vor der gebotenen musikalischen Glanzleistung.
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