Das neue Rhein-Maas Klinikum will hoch hinaus

Von: Karl Stüber
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Unterhaltsame „Plauderei“ im Rahmen der Feierstunde: (v.l.) Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Georg Mühlenbruch. Würselens Bürgermeister Arno Nelles, Moderator Dr. Christian Hermanns, Aufsichtsratsmitglied Dr. Georg Greve von der Knappschaft Bahn-See und der Geschäftsführer des Rhein-Maas Klinikums, René A. Bostelaar. Foto: Karl Stüber
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Beeindruckend: die Stahl-Skulptur „Geborgenheit“ des Würselener Künstlers Dieter Eichelmann. Der Knappenchor „St. Barbara“ (im Hintergrund) singt am Samstag zur Enthüllung. Fotos (2): Karl Stüber Foto: Karl Stüber

Würselen. Die Corten-Stahl-Skulptur des Würselener Künstlers Dieter Eichelmann ist als „Sinnbild für umsorgende Geborgenheit“ gedacht und ein Geschenk zum 50. Geburtstag des Krankenhauses Marienhöhe, sagt Geschäftsführer René A. Bostelaar bei der Enthüllung am Samstagmorgen.

Drei Tonnen schwer ragt der Koloss auf einer Grünfläche zwischen dem Neu- und Altbau und der Geriatrie hoch empor. Das Kunstwerk steht zugleich für die nun vollzogene Umbenennung des Medizinischen Zentrums Würselen in „Rhein-Mass Klinikum“, die in einem Festakt und bei einem Tag der offenen Tür gefeiert wird. Hoch hinaus will Bostelaar auch mit der weiteren Modernisierung und Ausrichtung des Krankenhauses, dessen Träger zu gleichen Anteilen die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See und die Städteregion Aachen sind.

Das Rhein-Maas Klinikum habe den Anspruch, vor allem mit seinen Spezialisierungen „regional und überregional Medizinversorger zu sein“. Städteregionsrat Helmut Etschenberg nennt als Aufsichtsratsvorsitzender konkrete Zahlen. Im Zuge der Umsetzung des Masterplans 2018 und dessen Aufstockung bis 2021 sollen am Ende rund 70 Millionen Euro in die Modernisierung des Krankenhauses fließen. „Wir Gesellschafter haben großes Vertrauen in die Zukunft dieses Krankenhauses“, sagt Etschberg. „Ich sage Ihnen, die Knappschaft ist weiter hier. Wir bekennen uns zur Stadt Würselen“, fügt Bettina am Orde, Erste Direktorin der Knappschaft Bahn-See, hinzu.

Zugleich stehe die Knappschaft aber auch zum Standort Bardenberg. Das dortige ehemalige Knappschaftskrankhaus sei 161 Jahre alt. Am Orde betont, dass derzeit intensiv mit der Stadt Würselen an einem neuen Konzept für Bardenberg gearbeitet werde. Neben einem geriatrischen Zentrum gehe es auch um „einen Baukörper für die Kranken- und Altenpflegeschule“. Die Bundesregierung habe es endlich geschafft, mit dem entsprechenden Pflegeberufsgesetz die notwendigen Kriterien für die Planung zu schaffen.

In einer „Plauderei“, so Moderator, Arzt und Journalist Dr. Christian Hermanns, sagt Würselens Bürgermeister Arno Nelles, dass das Rhein-Maas Klinikum eine wichtige Werbung für die Stadt sei und Bardenberg in Zuge weiterer Investitionen einen „Aufschwung“ haben werde. Wo Geschäftsführer Bostelaar das Klinikum in fünf Jahren sieht, will Hermanns wissen. Das müssten die Patienten entscheiden und hänge von der Leistung des Personals ab, sagt Bostelaar. Ein Rettungshubschrauber schwebt mit einem Patienten knatternd ein. Da ist sie wieder: die Realität, an der letztlich alles gemessen wird.

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