Das neue Hallenbad muss zentral und günstig sein

Von: Kristina Toussaint
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Die Prüfung der Lehrschwimmbecken wird auf Vorschlag der FDP in das Bäderkonzept einbezogen. Symbolfoto: Florian Schuh/dpa

Herzogenrath. Schnell muss ein neues Hallenbad her, zugleich soll das Bäderkonzept aber nachhaltig sein und finanziell vertretbar. Der Herzogenrather Stadtrat hat einstimmig beschlossen, ein Konzept für das künftige Bäderangebot zu erstellen.

Schulen, Schwimmvereine und Bürger sollen an der Gestaltung weiterhin beteiligt werden. Unterstützend wird zudem ein Beratungsunternehmen hinzugezogen.

Einigkeit herrscht bei Stadt und schwimmsporttreibenden Vereinen in mehreren Punkten. Erstens: die Erarbeitung zur Umsetzung eines neuen Bäderkonzeptes drängt. Merkstein ist der einzige der drei Stadtteile, in dem aktuell Bäder in akzeptablem Zustand – ein Lehrschwimmbecken und das Freibad – vorhanden sind.

Seit dem Abriss des Bades in Kohlscheid fehlt hier die Möglichkeit für Schulklassen zu schwimmen, das Lehrschwimmbecken in der Leonhardstraße (Mitte) ist marode. An einigen Schulen fällt der Schwimmunterricht bereits seit Monaten aus oder ist stark eingeschränkt. Den Vereinen brechen die Mitglieder aufgrund mangelnder Trainingsmöglichkeiten weg.

Zweiter Punkt, in dem man sich einig ist: Um Schulkindern effektiv das Schwimmen beizubringen, müssen wieder drei Lehrschwimmbecken zur Verfügung stehen, in jedem Stadtteil eines. Für die Öffentlichkeit soll allein ein zentrales Bad gebaut werden.

An eine dauerhafte Sanierung des Bades an der Bergerstraße ist nicht mehr zu denken. Zu groß sind die Modernisierungsbedürfnisse. Die Schäden durch Bodenerosion sollen in den nächsten Wochen so weit behoben werden, dass eine Überbrückung bis zur Eröffnung des neuen Bades in vermutlich rund vier Jahren gewährleistet ist. Dr. Bernd Fasel (Grüne) merkte auf der Sitzung am Dienstag an, dass ein früherer Antrag der Opposition zum Hallenbadbau zu einem Zeitpunkt, als man noch relativ günstig hätte sanieren können, abgelehnt worden sei.

Geklärt werden müssen nun der Standort und die Ausstattung, Entscheidungen über einen „elementar wichtigen Zukunftsfaktor für die Stadt Herzogenrath“, wie Dieter Gonowski (CDU) betonte. Das Beratungsunternehmen, dem der Auftrag in der heutigen Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses erteilt werden soll (nicht-öffentlicher Teil), wird eine Bedarfsanalyse für die nächsten 30 bis 40 Jahre anfertigen und die Hallenbadvarianten damit abgleichen.

Lehrschwimmbecken prüfen

Die Prüfung der Lehrschwimmbecken wird auf Vorschlag der FDP in das Bäderkonzept einbezogen.

Die Vereine schlagen ein Sportbad mit sechs Bahnen und einem Lehrschwimmbecken vor, in dem mehrere Vereine und Schulen parallel trainieren könnten. Wettkampftauglich und mit ausreichend Raum für Zuschauer soll das Bad über einen Sprungturm für die Schwimmausbildung verfügen. Der Verzicht auf ein Planschbecken soll Kosten sparen und das Profil des Sportbades unterstützen.

Die Stadt schließt nicht aus, Aspekte eines Familienbades einzubeziehen. Nicht zu vernachlässigen sind die Gesundheitsbedürfnisse einer alternden Gesellschaft, sagte Dr. Manfred Fleckenstein (SPD).

Infrage kommen ein Standort in Straß (Pannesheide), am Kohlscheider Bahnhof und in der Nähe des Bahnhofes Mitte (altes Vetrotex-Gelände).

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