Baesweiler - Das „Nessaja“-Tanzteam macht weiter

Das „Nessaja“-Tanzteam macht weiter

Von: mas
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Stets imposant: Die „Nessaja“-Aufführungen wie hier Tabaluga punkten mit Choreographie und tollen Kostümen. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Der Ortswechsel war nicht leicht, doch eine neue Heimat ist gefunden. Nach 25 Jahren im evangelischen Gemeindezentrum hat das „Nessaja“-Tanzteam um Chefin Annelie Binder sich neu orientiert.

Ganz reibungslos ist das wohl nicht gelaufen, wie Binder durchblicken lässt. „Wir sind froh, dass wir raus sind.“ Mit der evangelischen Kirche Setterich hat man abgeschlossen – und sich organisatorisch dem Frauenfußball-Klub FFC Baesweiler zugeordnet. Was hat Binder, Mingers und all die anderen so enttäuscht? „Wir sind mit einer Gleichgültigkeit behandelt worden, die wir nicht mehr ertragen konnten“, sagt Annelie Binder, die mit der damaligen Pfarrerin Kirsti Ratajek-Greier 1991 das Tanzteam gegründet hatte.

Zum 31. Mai hatte Pfarrer Schuster „uns die Kündigung zwar persönlich vorbeigebracht, aber keine Alternativen genannt“, erinnert sich Annelie Binder daran, wie die Fakten für die gut 60 Mitglieder des Tanzteams geschaffen wurden. Damit war klar, dass neben der Tafel auch „Nessaja“ vor einer schweren Aufgabe stand. Der Schock saß tief, „denn wir haben uns mit dem Gedanken getragen, Nessaja ganz aufzugeben“, räumt Annelie Binder ein. Warum? „Wir hatten keine Kraft und keine Lust mehr.“

Doch dann kamen Ideen von vier Männern auf den Tisch. Der städtische Kulturamtsleiter Wolfgang Ohler und sein Kollege Marco Engels brachten die Kellerräume des Gymnasiums ins Gespräch, und Binders Ehemann Volker, Vorsitzender des FFC, sowie Geschäftsführer Jörg Schoeberichts, packten noch eine Idee drauf: „Schließt euch dem FFC an“. Dazu musste lediglich eine Satzungsänderung vorgenommen werden.

Die Erweiterung des Klubs um eine Tanzabteilung sehen beide Seiten als gute Lösung. Jörg Schoeberichts würde sich freuen, „wenn aus der Tanzabteilung vielleicht das eine oder andere Kind Spaß am Fußball empfinden würde“. Oder auch umgedreht: „Wenn vielleicht Fußballerinnen gerne tanzen möchten.“ Mittlerweile ist „Nessaja“ ins Gymnasium umgezogen. Das hat funktioniert, weil die Stadt schnell reagierte und die Kellerräume fit gemacht hat.

Mit der Kirche haben sie weitgehend abgeschlossen. „Als Ehrenamtler fühlt man sich ja noch mehr vor den Kopf gestoßen. Wir haben doch auch viele kirchliche Arbeiten mitgetragen“, sagt Annelie Binder und ihre Kollegin Michaela Mingers nickt. Dann krempeln sie flugs die Ärmel hoch und bitten zum Training. Denn eins ist klar: „Nessaja“ soll weiterleben.

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