Das Kubiz steht vor dem ersten Schultag

Von: Katrin Fuhrmann
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Der Standort des neuen Kultur- und Bildungszentrums
Der Standort des neuen Kultur- und Bildungszentrums. Fotos: Karl Stüber, Katrin Fuhrmann/Planskizze: Stadt Alsdorf

Alsdorf. Wenn am Mittwoch nach sechs Wochen Ferien die Schule wieder losgeht, dürfte das für die Schüler des Alsdorfer Gymnasiums und der Realschule dieses Mal besonders aufregend sein. Denn: Sie beziehen die Unterrichtsräume in ihrem neuen Schulgebäude – dem Kubiz.

Ein Schuljahr haben die Schüler länger als geplant darauf gewartet. Schließlich kam es im vergangenen Jahr kurz vor Fertigstellung zu einem erheblichen Wasserschaden, der umfangreiche Sanierungsabreiten notwendig machte. Jetzt steht dem Einzug aber nichts mehr im Wege.

Kleine Überraschung

Kurz vor den Ferien wurde das neue Gebäude schon einmal inspiziert, aber Unterricht hatten die Schüler dort noch nicht. Man kann wohl sagen, da ist sich der stellvertretende Schulleiter Martin Wüller sicher, dass die Schüler dem Einzug schon richtig entgegengefiebert haben. Der eine oder andere wird sich wahrscheinlich anders als sonst, sogar auf das Ende der Sommerferien und damit auf den Unterrichtsbeginn gefreut haben.

Bevor es mit dem Unterricht aber so richtig losgeht, wird es am Mittwoch für die Schüler erst einmal eine kleine Überraschung geben. Mehr will der stellvertretende Schulleiter allerdings nicht verraten. „Die Schüler werden sich bestimmt freuen. So etwas sieht man nicht alle Tage“, sagt er. Vor der ersten Schulstunde wird es am Gymnasium, wie jedes Jahr, noch eine Ansprache geben. Aber nicht nur das Gebäude wird für die Schüler am Mittwoch zum Entdeckungsort.

Auf den Wiesen rund um die Schule können die Schüler Basketball spielen, spazieren oder entspannen. Platz ist jedenfalls genug, findet Wüller, der schon die Stunden bis Mittwoch zählt. Schulleiterin der Realschule, Reinhild Behr-Bennemann, hatte schon bei der ersten Begehung des neuen Gebäudes gesagt, dass sie den Schülern beider Bildungseinrichtungen ein gutes gemeinsames Lernen und Arbeiten wünscht. Dem steht jetzt nichts mehr im Wege.

An den ersten Schultagen könnte es rund um das Gebäude an der Ecke Konrad-Adenauer-Allee/Carl-von-Ossietzky-Straße zu kürzeren Wartezeiten kommen – vor allem für Eltern, die ihre Kinder an der Schule absetzen wollen. Schließlich ist die Umgebung für alle neu. Ein Verkehrschaos wird aber nicht befürchtet.

Die Eltern wurden bereits vor den Ferien in einem Brief unter anderem über die Busfahrzeiten sowie die neuen Halte- und Parkmöglichkeiten informiert.

Außerdem wurden rund 100 Lehrkräfte, Betreuungskräfte und Hausmeister des neuen Alsdorfer Schulzentrums von den Mitarbeitern der Feuer- und Rettungswache in einer „Brandschutzunterweisung“ geschult. Unter anderem wurde auf das Verhalten im Brandfall aufmerksam gemacht. Bei einem Rundgang durch das Gebäude zeigte die Wehr, welche Fluchtwege es im neuen Gebäude gibt. Im Anschluss wurde den Pädagogen mit dem Feuerlöschtrainer eine Fettexplosion, eine berstende Spraydose sowie die praktische Anwendung von Feuerlöschern demonstriert.

Die Bushaltestelle, die gleich Platz für mehrere Busse schafft, ist etwas ganz besonderes und in der Region sogar einzigartig, wie Wüller findet. Denn: Sie ist die zweitgrößte Haltestelle in der Städteregion. Nur die Haltestelle am Tivoli ist noch länger und bietet noch mehr Bussen gleichzeitig Platz. Am Freitag wurden noch letzte Arbeiten am Bushäuschen der Haltestelle vorgenommen.

Der Parkplatz zwischen dem sogenannten Langhaus und dem Schulneubau kann noch nicht benutzt werden. Dort stehen derzeit noch die Container der Baufirmen, die an der Fertigstellung der ehemaligen Kraftzentrale aus Zeiten des Bergbaus arbeiten, die zur Begegnungsstätte für Bürger, aber auch für Schulzwecke des nahen Kultur- und Bildungszentrums umgebaut wird.

Das Langhaus soll später neben Unterrichts- und Vereinsräumen auch die Stadtteilküche/Mensa und ein Forum beherbergen. Die Gesamtfertigstellung ist für Frühjahr 2018 geplant. Die Baukosten des Kubiz mit Neubau und Kraftzentrale liegen dann insgesamt bei 57,6 Millionen Euro.

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